Tasmanien Friendly Beaches
Australien, Tasmanien

Von Bruny Island zur Wineglass Bay – Tasmanien Camper-Roadtrip (Etappe 2)

Hallo und herzlich Willkommen zu Teil zwei unseres Camper-Roadtrips. Dieser führt und heute zu einem der top Highlights von Tasmanien – nämlich der Wineglass Bay im Osten der Insel.

Die Veröffentlichung der ersten Etappe unserer Tasmanien Rundreise mit dem Camper, die uns bereits von Hobart nach Bruny Island führte, ist ja schon wieder eine ganze Weile her. Weil diese Reise aber so fantastisch war, möchte ich dir gerne erzählen, wie der Roadtip weitergegangen ist. Also habe ich in den letzten Tagen mal ein wenig in die Tasten gehauen.

Wir reisen weiter von Bruny Island zunächst zu den Friendly Beaches und von dort aus zur berühmten Wineglass Bay im Freycinet Nationalpark. Die Wineglass Bay im Osten von Tasmanien ist eine DER Sehenswürdigkeiten der Insel. Du solltest sie auf jeden Fall bei der Planung deiner Route mit berücksichtigen.

Tasmanien hat, abgesehen von der Wineglass Bay, noch viele andere tolle Sehenswürdigkeiten zu bieten. Ich verlinke dir hier mal meinen Artikel über unsere Highlights aus der Insel:

Die besten Sehenswürdigkeiten von Tasmanien

Infos und Tipps zur Anreise, Reisezeit, Klima, Sim-Karte und vieles mehr für deine Reise nach Tasmanien findest du in diesem Artikel:

Tasmanien Reise – meine Infos und Empfehlungen

Von Bruny Island zu den Friendly Beaches und der Wineglass Bay: unsere Route

Auf der Karte siehst du grob unseren Streckenverlauf. Dieser führte uns von Bruny Island über Hobart weiter bis zu unserem Campground bei den Friendly Beaches. Du siehst auch, wie lange du in etwa für die Strecke brauchen wirst. Allerdings musst du bei der Zeit auch noch die Fährüberfahrt von Bruny Island zurück aufs Festland mit einplanen. Es lohnt sich also ein rechtzeitiger Aufbrauch, dann klappt das aber auf jeden Fall stressfrei.

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Ursprünglich hätten wir auf dem Weg gerne noch einen Halt auf der Halbinsel Port Arthur eingelegt. Der etwas straffe Zeitplan ließ uns lieber gleich weiter in Richtung unseres Tagesziels, nämlich den Friendly Beaches fahren. Eigentlich habe ich im Laufe der Zeit ja schon dazu gelernt. Trotzdem finde ich es bei der Reiseplanung immer wieder schwierig, sich die Tage nicht zu voll zu stopfen. Gerade wenn es so viel zu sehen gibt und man noch dazu ans andere Ende der Welt fliegt.

Aber dennoch ist es immer wieder so: weniger ist mehr, gerade auf Reisen. Auch wenn es uns in Tasmanien wirklich verdammt schwer gefallen ist, uns für und insbesondere gegen einen Ort zu entscheiden.

Unser Campingplatz: Campground Friendly Beaches

Als zweiten Übernachtungsort nach dem Campingplatz in der Adventure Bay auf Bruny Island haben wir uns den Friendly Beaches Campground ausgesucht. Allein der Name klingt schon sehr vielversprechend oder? Wir haben diesen Platz insbesondere deshalb ausgewählt, weil er günstig gelegen ist für die Erkundung des Freycinet Nationalpark und um die Wanderung auf den Mount Amos in Angriff nehmen. Denn: je früher du startest, desto „kühler“ ist es noch. Und umso kürzer die Anfahrt, desto schneller kannst du mit der Wanderung starten.

Auch diesen Campingplatz haben wir übrigens wieder über die App Wikicamps gefunden. Diese App kann ich dir für eine Rundreise mit dem Camper in Australien wirklich nur ans Herz legen.

Der Campingplatz an sich war ziemlich „basic“. Es gibt dort keinen Strom, keine Duschen, lediglich ein Plumpsklo. Dafür ist er aber auch kostenlos und von der Lage her wunderschön. Anders als bei größeren Campingplätzen gibt es hier kleine Parkbuchten für jeweils 2-3 Autos. Allerdings musst du hier wirklich rechtzeitig dran sein. Nachmittags um vier war es gar nicht mehr so leicht noch einen freien Platz zu ergattern. Viele der Plätze hatten bereits Dauercamper mit ihren großen Pick-Ups inklusive Booten in Beschlag genommen. Aber zum Glück gab es noch ein kleines Plätzchen für uns und unseren Britzi.

Absolute Traumstrände: die „Freundlichen Strände“ auf Tasmanien

Bei diesem Campingplatz gibt es Zugänge zu zwei Buchten. Wieder mal waren es absolut tolle Strände und die Aussicht vom Campingplatz auf die Bucht fand ich einfach nur wunderschön. Das hätte ich vorher ja auch nicht gedacht, dass Tasmanien absolute Traumstrände und glasklares Wasser zu bieten hat. Und dann meistens auch noch menschenleer. Wenn du die Zeit und natürlich Lust hast, kannst du hier gut und gerne auch ein paar Stunden (oder Tage) zum Baden und Entspannen einplanen.

Tasmanien Friendly Beaches
Tasmanien Friendly Beaches
Tasmanien Friendly Beaches
Tasmanien Friendly Beaches

Tierischer Besuch auf dem Campingplatz Friendly Beaches

Die ersten zutraulichen Wallabys kamen auch gleich angehoppelt, kurz nachdem wir unserern Platz bezogen hatten. Sie ließen sich sogar streicheln. In der Toilette fanden wir allerdings einen Hinweis vor, dass man das Streicheln und Füttern besser unterlassen soll. Die Tiere scheinen aber daran gewöhnt zu sein, dass sie ganz von selber ankommen und offenbar gestreichelt werden möchten.

Als es langsam dämmerte, versuchten wir unser Glück, wie schon auf Bruny Island, nochmal mit den Ameisenigel. Wir sind ein bisschen auf dem Campingplatz auf und ab gegangen und haben ein wenig bei den Buchten nach ihnen gesucht. Aber die wollten sich nach wie vor nicht blicken lassen.

Aber dafür hatten wir mit diesem niedlichen Freund unseren Spaß:

Wallaby Friendly Beaches
So süß oder?

Freycinet Nationalpark und Wineglass Bay auf Tasmanien

Am nächsten Morgen fuhren wir direkt in den Freycinet Nationalpark. Die Strecke vom Campingplatz zum Visitor Center ist in etwa 23 Kilometer lang. Wir erkundigten uns zuerst im Visitor Center bezüglich des Startpunkts zur Wanderung auf den Mount Amos.

Vom Gipfel des Mount Amos aus hast du die – von vielen Bildern bekannte – grandioseste Aussicht auf die Wineglass Bay. Die Aussicht von dort oben auf die Wineglass Bay ist wirklich eins der größten Highlights von Tasmanien! Das wollten wir uns definitiv nicht entgehen lassen.

Wineglass Bay Tasmanien
Wineglass Bay Tasmanien – Aussicht vom Mount Amos

Der Aufstieg hat es allerdings in sich. Ich hatte im Vorfeld ja schon mehrfach gelesen, dass es sich bei dem Weg nach oben um eine ziemliche Kletterpartie handelt. Und auch wenn diese Art der Wanderung in der Regel eher nicht so mein Fall ist, wollte ich diese Aussicht einfach unbedingt mit meinen eigenen Augen sehen. Auch wenn es noch so anstrengend sein mag.

Wineglass Bay Lookout – die etwas leichtere Alternative zum Mount Amos

Ist dir die Kletterpartie zu abenteuerlich, weil du nicht so gut zu Fuß bist oder Höhenangst hast? Das kann ich absolut nachvollziehen!! Du kannst alternativ auch zum etwas leichter zu erreichenden Wineglassbay Lookout laufen. Der Weg ist ungefähr 3,4 Kilometer lang und der Höhenunterschied beträgt 185 Meter. Diesen Aussichtspunkt musst du dir vermutlich mit etwas mehr Menschen teilen als den Ausblick vom Mount Amos. Das habe ich jedenfalls im Vorfeld gelesen.

Die Besteigung des Mount Amos: eine ziemliche Kletterpartie

Also starteten wir frohen Mutes den Aufstieg auf den Mount Amos und dachten uns zunächst, dass die Warnschilder bzgl. Absturzgefahr bestimmt ein bisschen übertrieben waren. Aber es war tatsächlich ziemlich abenteuerlich. Wie fast überall, gab es auch hier diverse Leute, die ohne Proviant und mit dünn-sohligen Turnschuhen diese Kletterpartie meisterten. Ich persönlich war froh über meine stabilen Wanderschuhe und den Rucksack mit Wasservorrat. Dafür war uns dieser allerdings an anderer (sehr schmaler) Stelle im Weg ;-). Ich würde dir raten, so wenig wie möglich, aber so viel wie nötig mitzunehmen! Je nach Jahreszeit kann es ziemlich heiß werden, daher solltest du unbedingt genügend Wasser dabei haben.

Ein riesengroßes Highlight: Die Aussicht von oben auf die Wineglass Bay von Tasmanien

Nach 2 bis 2,5 Stunden klettern sind wir ziemlich fertig oben angekommen und haben uns ganz schön über die nicht vorhandenen Menschenmassen gewundert. Es waren außer uns genau vier andere Menschen dort oben. Das konnte ich erst gar nicht glauben und dachte, wir sind wohl noch nicht am endgültigen Ziel angekommen. Doch das war das Ziel. Aber umso angenehmer natürlich, die grandiose Aussicht ganz in Ruhe genießen zu können.

Nach ausgiebigem Genießen des Ausblicks, der in alle Richtungen einfach grandios schön ist, gab es natürlich noch die obligatorischen Bilder in den verschiedensten Posen und Varianten. Nach einem kleinen Picknick machten wir uns schließlich wieder an den Abstieg.

Der gestaltete sich teilweise fast noch schwieriger als der Aufstieg und wir mussten oft auf allen Vieren runter kraxeln bzw. auf dem Popo runter rutschen. Die Warnschilder im Infocenter waren also in keinster Weise übertrieben. Aber die Mühe hat sich definitiv gelohnt. Übrigens war auch die Aussicht während des Auf- und Abstiegs wirklich wunderschön. Du kannst daher immer mal wieder ein paar Verschnaufspausen einlegen und währenddessen den Ausblick genießen und natürlich zahlreiche Fotos machen.

Alles in allem war diese Wanderung ein wirklich tolles Erlebnis und auf jeden Fall ein großes Highlight unserer Reise. Bei Höhenangst und mit Kindern ist der Aufstieg allerdings nicht optimal, besser gesagt meiner Meinung nach nicht geeignet. Dafür gibt es aber ja noch den besser erreichbaren Wineglass Bay Lookout. Wenn du dich nun fragst, ob diese Tour für dich geeignet ist, lass dir Folgendes gesagt sein: Ich bin, was die Kondition angeht, leider eher unteres Niveau und wurde bei meiner Geburt nicht mit besonders guten Wandergenen ausgestattet. Der Weg müsste aber für den Durchschnitts-Reisenden ganz gut zu meistern sein. Denn wenn selbst ich es da hinauf geschafft habe, schaffst du das auch ;-).

Das Beste kommt zum Schluss: Abkühlung in der glasklaren Richardson Bay

Als Belohnung nach dem zehrenden Abstieg sind wir auf dem Rückweg zum Campingplatz noch in das glasklare Wasser der Richardson Bay. Ein Traum nach der ganzen Schwitzerei. Und außer uns war wieder mal keine Menschenseele da. Das Wasser hat hier natürlich keine muckelige Badewannentemperatur, aber da es draußen angenehme 25 Grad hatte, war die Abkühlung gut auszuhalten. Und schau dir nur mal dieses Wasser an!!!

Anschließend sind wir noch in einem kleinen Lokal namens Geographe Restaurant and Espresso Bar in Coles Bay eingekehrt. Dort haben wir uns eine kleine Stärkung in Form eines Burgers mit Pommes gegönnt. Anschließend sind wir zu unserem Campground zurückgefahren und haben dort den Abend genossen.

Die nächste Etappe unseres Tasmanien Roadtrips führte uns zunächst weiter zur Binalong Bay und zur berühmten Bay of Fires. Anschließend ging es über den spektakulären Little Blue Lake weiter in den Norden der Insel in den Narawntapu Nationalpark. Davon berichte ich euch dann im nächsten Teil.

Warst du auch schon mal auf Tasmanien? Fandest du die Wineglass Bay auf Tasmanien auch so toll wie ich? Was war dein persönliches Highlight dort? Oder möchtest du Tasmanien gerne einen Besuch abstatten, hast es aber noch nicht geschafft? Berichte mir gerne darüber in den Kommentaren.

 

 

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