VW California Gasflasche kochen
VW California

Meine Erfahrungen mit dem VW California – Wer wird damit glücklich?

In diesem Beitrag berichte ich dir über meine Erfahrungen mit dem VW California und gebe dir meine Einschätzung mit auf den Weg, für wen der VW California der geeignete Camper ist und für wen eher nicht. Ich möchte dir damit eine Hilfestellung an die Hand geben, falls du gerade auf der Suche nach dem passenden Camping-Gefährt bist.

Ich wäre damals froh gewesen, wenn mich jemand auch auf die möglichen Nachteile des so beliebten VW Busses hingewiesen hätte. Aber fangen wir von vorne an.

Im August 2018 haben wir uns auf der größten Messe für Caravans und Reisemobile, dem Caravan Salon in Düsseldorf, einen VW T6 California gekauft.

Nach sieben Monaten Wartezeit haben wir unseren California Ende März 2019 im VW Nutzfahrzeuge Werk in Hannover abgeholt und haben uns riesig auf die kommenden Abenteuer mit unserem Ferdi, wie wir den Bus getauft hatten, gefreut.

VW California Camper
Unser VW California Camper bei der Abholung im VW Werk in Hannover

Hätte ich gewusst, dass unsere Beziehung nicht mal zwei Jahre halten würde, hätte er wohl eher keinen Namen bekommen. Aber wer konnte das schon wissen?

Meine beiden bisherigen Beiträge zum Kauf und der Abholung des VW California findest du übrigens auch auf meinem Blog:

VW Bus kaufen – Der Traum vom eigenen Camper

Abholung VW California in Hannover

Die Erfahrungen, die ich mit dem VW California in den letzten 1,5 Jahren sowohl im Alltag als auch beim Campen gemacht habe, möchte ich in diesem Beitrag mit dir teilen.

Mein Fazit ist leider ein kleines bisschen anders, als man es erwarten könnte. Schließlich ist ein VW Bus doch ein absoluter Traum! Stimmt schon, irgendwie. Dennoch muss ich leider sagen: für uns war er nicht der geeignete Camper.

Daher möchte ich in diesem Beitrag eben auch auf die negativen Seiten hinweisen, die man manchmal einfach nicht auf dem Schirm hat und die sich erst im Camping-Alltag rausstellen.

Ich persönlich finde sowieso, dass das ganze Vanlife ziemlich verzerrt dargestellt wird und die negativen Aspekte – wenn überhaupt – viel zu selten erwähnt werden.

Erfahrungen mit dem VW T6 California – Mehr Schein als Sein?

Ich habe mir in den letzten Wochen oft die Frage gestellt, warum wir uns für einen VW Bus entschieden haben und wie es sein kann, dass wir damit nicht zufrieden waren.

Ich bin zu dem Ergebnis gekommen, dass wir uns zu schnell darauf eingeschossen hatten, dass das Auto zwingend in die Tiefgarage passen muss. Und damit war die Größe des Campers klar vorgegeben. Nur war das in unserem Fall nicht weit genug gedacht.

Außerdem hatten wir immer wieder Probleme mit dem Auto. Die Probleme lagen nicht am Fahrzeug an sich, sondern immer am California-Ausbau, sprich an der Camping-Ausstattung des VW California. Jegliche Mängel, die bei uns auftraten, waren (zu meinem Entsetzen) beim Händler bereits von anderen Kunden bekannt.

Es scheint also ganz normal zu sein, dass es mal hier zwickt und mal dort hakt. Schon ein kleines Armutszeugnis finde ich. Schließlich habe ich für das Fahrzeug schlappe 65.000 Euro hingeblättert. Da habe ich ehrlich gesagt nicht erwartet, dass ich gefühlt alle paar Wochen irgendetwas reparieren lassen muss. Aber das nur am Rande.

Letztendlich war das aber nicht der einzige Grund, warum wir mit dem Auto nicht so richtig klar kamen.

Meine Erwartungen an den VW California

Meine Vorstellung vom VW California war eigentlich recht naheliegend: da er unser einziges Auto werden sollte, wollten wir sowohl für den Alltag als auch fürs Reisen den „perfekten“ Begleiter. Mit dem California-Schlafdach und der eingebauten Camper-Küche samt Schubladen etc. hatte er alles, was wir brauchten. Dachten wir.

Wie oben schon kurz erwähnt, war ein wesentlicher Punkt bei der Camper-Auswahl, dass das Fahrzeug tiefgaragentauglich ist. Unterwegs ist das praktisch, primär ging es uns aber darum, dass der VW Bus auf den heimischen Tiefgaragenstellplatz unserer Wohnung passt. Außerdem wollte ich mir im Straßenverkehr keine Gedanken über die Fahrzeughöhe machen müssen.

Mit seinen knapp 2 Metern Höhe erfüllte der California beide Punkte, während die klassischen Kastenwagen damit sofort aus dem Rennen waren.

VW California Camping Geschenke Camperküche

Neukauf versus Selbstausbau

Einen VW Bus selber auszubauen wäre ebenfalls eine Option gewesen und hätte ich auch richtig toll gefunden. Dann hätten wir alles ganz nach unseren Bedürfnissen einrichten können.

Allerdings kam das selber Ausbauen aus zwei Gründen nicht in Frage: zu wenig Zeit und fehlender Platz.

Das handwerkliche Können kann man sich zwar heutzutage ganz gut aneignen, aber ich wollte nicht ewig warten, bis es los gehen kann. So ein Ausbau nimmt ja doch ein paar Wochen oder Monate Zeit in Anspruch. Und einen geeigneten Stellplatz hatten wir für diese Aktion auch nicht. Daher fiel die Entscheidung auf einen Neuwagen.

Warum kein Kastenwagen?

Mit der Priorität einer handlichen Größe haben wir von vorne herein alle Kastenwagen oder klassischen Wohnmobile ausgeschlossen. Da wir in der Regel zu zweit unterwegs sind, stellte dies in meiner Vorstellung kein Problem dar. Unsere bisherigen Camper-Reisen haben wir auch in Fahrzeugen mit VW Bus-Größe gemacht und kamen damit gut zurecht.

Dass es im VW Bus keine Toilette gibt, war ebenfalls klar und kein Problem. Denn eine Toilette hatten wir bisher auch nicht mit an Board gehabt. Und zur Not hätten wir uns für den VW Bus nachträglich ein kleines Porta Potti (Campingtoilette) besorgen können.

VW T6 California Erfahrungen – theoretisch hat er alles, was man braucht

Alles andere, was wir zum Campen brauchten, hatte der VW California:

  • ein Bett (wahlweise im Aufstelldach oder unten die Sitzbank zum Umklappen),
  • ein kleines Waschbecken zum Zähne putzen oder für einen kleinen Abwasch,
  • einen Gas-Herd mit zwei Herdplatten,
  • einen Kühlschrank,
  • mehrere Schränke und Schubläden zur Aufbewahrung von Küchenutensilien, Lebensmitteln und Klamotten

VW T6 California Innenraum Schublade Sitzbank

Da wir das Sondermodell „30 Years“ gekauft haben (auf Basis eines VW California Coast mit Sonderausstattung) hatten wir werksseitig eine Diesel-Standheizung mit dabei und so sollte dem Campen auch bei kälteren Temperaturen nichts im Wege stehen.

Wir waren davon überzeugt, die sprichwörtliche eierlegende Wollmilchsau gefunden zu haben. Die Alltagstauglichkeit (Stadtverkehr, Einkaufen, Tiefgarage) war gegeben und wir würden mit dem Fahrzeug Sommer wie Winter campen können. Mehr wollten wir gar nicht.

Maximale zusätzliche Ausstattung zur besseren Nutzung des VW California

Um das Maximum aus dem VW Bus raus zu holen, haben wir nach und nach diverse zusätzliche (und nicht ganz kostengünstige) Ausstattungs-Bestandteile in unseren Camper integriert.

So haben wir neben einem Heckauszug für den Kofferraum auch einen Einbau für den Kleiderschrank sowie diverse andere kleine und große Dinge für eine bessere Organisation und dadurch weniger Sucherei im Fahrzeug ergänzt.

Falls es dich interessiert, wie wir den Bus genau optimiert haben, verlinke ich dir hier mal meinen Beitrag darüber:

Camper Zubehör – Die perfekte Ausstattung für unterwegs

Trotz der oben genannten Optimierungen stellte sich unser VW California im Camping-Alltag leider immer noch als weniger praktisch heraus als gedacht. Jedenfalls dann, wenn man die Funktionen des Ausbaus auch wirklich allesamt nutzen wollte.

VW California Beach, Coast oder Ocean? Oder lieber 30 Years??

 À propos Ausbau beim California. Am Anfang gar nicht so leicht, da durch zu steigen, finde ich.

Es gibt den VW California in verschiedenen Varianten:

  • VW California Beach
    Die Basis-Version ist der California Beach. Er hat das California-Aufstelldach, ist im Fahrzeuginneren jedoch ein klassischer VW T6 Multivan mit Dreier-Sitzbank, dafür ohne Campingeinrichtung. Zumindest war das bisher so. Ganz neu gibt es jetzt aber sogar beim Beach die Möglichkeit, eine Mini-Klapp-Küche mit dabei zu haben.
  • VW California Coast
    Dann gibt es den California Coast. Dieser hat die Camping-Einrichtung mit dabei, das heißt, er hat eine Zweier-Sitzbank und eine Küchenzeile samt Schränken mit drin.
    -> Unser California 30 Years ist ein Sondermodell auf Basis des California Coast.
  • VW California Ocean
    Als Drittes im Bunde gibt es den California Ocean, der noch mehr Ausstattung mitbringt als der Coast. Ansonsten entspricht der Ocean aber vom Ausbau her dem Coast und hat ebenfalls die eingebaute Küche, Schränke und die Zweier-Sitzbank mit drin.

Meine VW California Erfahrungen – Beispiele aus der Praxis

Solange du im Sommer oder in warmen Regionen unterwegs bist und sich der Großteil des Camping-Lebens draußen abspielt, ist alles in Ordnung. Bei schlechtem Wetter oder bei Kälte wird es bereits bei zwei Personen schon ziemlich eng.

Es war uns selbstverständlich klar, dass man zu zweit nicht massig Platz hat. Kompromisse sind da immer notwendig. Aber dass man sich bei jedem einzelnen Handgriff im Weg ist, das war uns so nicht klar.

Außerdem gilt es zu beachten, dass dir wirklich jedes Teil über kurz oder lang im Weg ist, das du dabei hast, und das du nicht innerhalb eines Schrankes oder einer Schublade fest verstaut hast. Ob das ein paar Schuhe ist oder der kleine Mülleimer, ein noch feuchtes Handtuch oder die Jacke.

Praktische Erfahrungen mit dem VW California aus dem letzten Urlaub

Damit du dir besser vorstellen kannst, was ich meine, habe ich hier ein paar konkrete Beispiele aus dem letzten Urlaub gesammelt:

– das elektronische Schlafdach ist (vermeintlich) mit nur einem Knopfdruck aufgestellt und auch wieder eingefahren. In der Praxis ist es jedoch so, dass vor allem das Zusammenfalten nicht ganz so schnell von Statten geht, wie man meint. Zuerst musst du die Matratze runter klappen und das Bettzeug runter räumen. Ich hatte angenommen, dass das Bettzeug dauerhaft oben liegen bleiben kann, so wie es in unserem amerikanischen Jucy Campervan mit Dachzelt der Fall war.

Aber dem ist nicht so. Das Bettzeug muss runter, sonst bekommst du unschöne Dellen im Himmel des Daches.
Anschließend machst du die Zündung an, fährst das Dach runter und richtest die Zeltplane richtig aus. Diese faltet sich zwar größtenteils selbst zusammen, jedoch musst du etwas nachhelfen, damit du anschließend die Klappe zuziehen kannst, womit das Dach vollständig „verpackt“ ist.

– wenn du den Tisch im Innenraum ausklappen möchtest, muss der von VW mitgelieferte Handtuchhalter abgenommen werden (mag nach einer Kleinigkeit klingen, ist im Camper-Alltag aber super nervig, weil der Handtuchhalter samt Geschirrtuch dann in der Gegend rum fliegt)

– der einzige festinstallierte Haken hinter der Spüle ist lediglich für ein schmales Handtuch geeignet, sonst bekommst du die Abdeckung der Spüle nicht mehr auf (da es nur den einen Haken gibt, ist auch diese Kleinigkeit einfach unpraktisch)

Innenraum VW California T6 Küche
Hinten rechts siehst du den festen Haken. Die anderen drei Haken haben wir dazu gekauft.

– bereits wenn du zwei dünne Jacken an den Beifahrersitz hängst (an die Haken aus dem VW Shop, die wir bei der Fahrzeugabholung gekauft haben), dann lässt sich der Sitz nur noch mit Mühe umdrehen.

– die Gasflasche im Kofferraum muss vor dem Losfahren immer zugedreht werden. Das heißt, du musst sie wieder aufdrehen, wenn du kochen möchtest. Um an die Gasflasche zu kommen, musst du den Schrank öffnen, das untere Fach des Schranks ausräumen, den Regalboden heraus nehmen, den sich darunter befindenden Duschkopf heraus nehmen und den Deckel vom Gasflaschenfach aufdrehen. Wenn du wieder losfahren möchtest, machst du dasselbe anders herum.

– das Kochen im Fahrzeug ist nur im Sitzen möglich und auch nur von einer Person; wenn du stehst, dann musst du dich relativ weit nach unten bücken, um an den Herd oder die Spüle zu kommen.

– das Öffnen der Schubladen unter der Sitzbank ist nur möglich, wenn die auf der Bank sitzende Person ihre Beine einzieht oder nach draußen geht. Wenn die Sitzbank nach vorne gezogen und umgeklappt ist, bekommst du die Schublade nicht mehr auf.

Das sind jetzt nur ein paar Beispiele aus dem Camping-Alltag mit zwei Personen, wenn sich das Leben aufgrund des Wetters im Inneren des Busses abspielt. Ich könnte diese Liste noch eine Weile fortsetzen, aber ich denke, du verstehst, was ich meine.

Ich möchte nochmal betonen, dass mir klar ist, dass es sich beim T6 um einen Camper und gleichzeitig um ein Auto handelt und der Platz daher beschränkt ist.

Dennoch habe ich wirklich noch nirgends von den Nachteilen des VW California gelesen.

All diese Dinge fallen leider erst bei der praktischen Nutzung des VW California auf. Auf den ersten Blick scheint alles super praktisch konzipiert zu sein. Doch der Schein trügt in meinen Augen.

Das Ganze entzerrt sich natürlich, wenn du alleine unterwegs bist und der Großteil deines Urlaubs draußen stattfinden kann.

Erfahrungen mit dem VW California – Wer wird Freude damit haben?

Für wen ist denn nun der VW California der geeignete Camper?

Du reist im Sommer/in warme Länder

Wenn du vorwiegend im Sommer unterwegs sein willst oder sowieso nur in warme Regionen reist, dann wirst du viel Freude haben mit dem VW California. Denn dann findet das Camper-Leben, Kochen und Essen vorwiegend draußen statt und du musst nicht so viel auf- und abbauen oder hin- und herräumen.

Du bist mit einer Markise ausgestattet und hast deine Campingmöbel immer griffbereit. Im Sommer hast du sowieso weniger an Klamotten dabei als im Winter und diese bringst du – vor allem bei vorhandener Zusatzausstattung, wie dem Regaleinbau für den Kleiderschrank – gut in den Schränken und Schubläden unter.

Du bist hauptsächlich alleine unterwegs

Wenn du alleine reist, bist du mit einem VW California ebenfalls gut bedient. Das Fahrzeug ist nicht übermäßig groß, lässt sich komfortabel fahren wie ein PKW und du bekommst aufgrund der kompakten Größe auch fast überall unkompliziert einen Parkplatz.

Für dein Gepäck ist ausreichend Platz. Die Klamotten und Küchenutensilien für eine Person bringst du locker in den vorhandenen Schränken, Fächern und Schubläden unter. Dadurch, dass du alleine reist, kommst du dir auch mit niemandem in die Quere und erreichst mühelos alle Fächer und Schubladen.

Wie schauts aus bei Paaren und Familien?

Ehrlicherweise ist mir nicht ganz klar, wie sogar Familien samt Kindern mit dem VW California zurecht kommen. Ich vermute aber mal, dass das gut klappt, wenn man zum Beispiel nur EINEN Campingplatz ansteuert (das heißt keine oder nur seltene Ortswechsel hat).

Am besten hast du noch ein Vorzelt mit dabei, in dem man das Campingequipment wie Tisch, Stühle, Schuhe und Spielzeug stehen lassen kann.

Wenn du oft auswärts essen gehst oder draußen kochst und im Warmen unterwegs bist, dann klappt das auch als Pärchen gut. Aber du solltest dir bewusst sein, dass es eng wird, sobald das Wetter nicht mehr mitspielt.

Nutzung im Alltag oder für Kurztrips

Wenn du den Camper hauptsächlich im Alltag oder für Kurztrips nutzt, dann kannst du selbstverständlich ebenfalls glücklich werden mit dem California. Denn dann hast du nur ein bisschen Gepäck dabei und das geht dir nicht allzu sehr im Weg um. Außerdem bist du ja voraussichtlich bei schönem Wetter unterwegs.

Für den Alltag ist das Auto sowieso super. Das Fahrgefühl ist hervorragend und man hat den Eindruck, in einem „normalen“ PKW zu fahren. Das werde ich auf jeden Fall vermissen, denn zum Fahren war der Bus wirklich toll und komfortabel!

Meine Einschätzung: Für wen ist der VW California eher nicht geeignet?

Hier folgt meine Einschätzung, für wen sich der VW California in meinen Augen eher nicht eignet. Ausnahmen bestätigen – wie immer – die Regel ;-). Also bitte bilde dir immer deine eigene Meinung.

Camping bei kalten Temperaturen

Du möchtest deinen Camper nicht nur im Sommer nutzen, sondern am Besten das ganze Jahr über? Und damit auch mal in den Schnee oder im Winter nach Skandinavien fahren? Dann sei dir bewusst, dass es kühl werden kann. Im Aufstelldach des California zu schlafen bedeutet nämlich, dass du mehr oder weniger in einem Zelt schläfst. Und im Zelt wird es schneller kalt als in einem Auto oder im Wohnmobil.

Die Standheizung hatten wir an kalten Tagen natürlich in Betrieb und dadurch was es auch schön warm im Bus. Allerdings wollten wir sie nicht die ganze Nacht laufen lassen.
Was uns übrigens auch nicht gefallen hat, dass bei Windstille teilweise sogar der Abgasgeruch der Dieselstandheizung ins Auto zog.

Wintercamping Holland

Abgesehen von der Heizung hast du bei Kälte theoretisch zwei weitere Optionen, wenn du im California unterwegs bist und nicht frieren möchtest:

  1. Entweder du besorgst dir eine sogenannte „Mütze“ für das Aufstelldach. Diese stülpst du über das California-Dachzelt und hast dadurch eine zusätzliche Isolierung. Allerdings auch ein kleines bisschen Aufwand mit dem Anbringen und Abnehmen der Mütze. Je nachdem, ob du das Auto stehen lassen oder tagsüber auch mal damit wegfahren möchtest.
  2. Du klappst die Sitzbank um und schläfst unten. Dann lässt du das Dach eingeklappt und dadurch bleibt es wärmer im Fahrzeug. Das heißt allerdings auch, dass du keine Stehhöhe mehr hast und dadurch auch weniger Platz und mehr Umbauen notwendig ist. Für ein, zwei Nächte ist das kein Problem. Als Dauerlösung finde ich das aber nicht optimal.

Reisen mit häufigen Ortswechseln und Selbstversorgung

Das sind die Reisen, die wir selber am Liebsten machen. Wir bleiben zwei, drei, vier Tage an einem Ort und fahren dann weiter zum Nächsten. Teilweise erkunden wir aber auch von einem Standort aus die Gegend mit unserem Bus.

Das bedeutet dann allerdings jedes Mal: Bett frei räumen, umbauen oder Dach einfahren, diverse Dinge hin- und herräumen, damit während der Fahrt alles an seinem Platz ist. Dann ggf. noch frühstücken, vor der Abfahrt die Gasflasche zudrehen, Stromkabel los machen, Tisch und Stühle rein räumen.

Wer das noch nie gemacht hat, sollte das vorher unbedingt mal testen. Trotz meiner bisherigen Camping Erfahrungen habe ich es selber unterschätzt, wieviel Arbeit es tatsächlich jedes Mal ist und wie nervig das im Urlaub sein kann.

Wenn du dich im Camper hauptsächlich selbst versorgen möchtest, was für uns einfach dazu gehört, kommt das Einkaufen, Kochen, Aufbauen von Stühlen und Tisch, das Abspülen usw. noch mit dazu.

Wenn man Zeit hat, mag das kein Problem sein. In unseren 2-3 wöchigen Urlauben, in denen ich die Zeit nicht nur auf dem Campingplatz verbringen, sondern auch die Gegend erkunden möchte, habe ich mich dadurch schon morgens immer gestresst gefühlt, weil wir gefühlt zu viel Zeit für Aufräumen, Umbauen, Frühstück machen usw. „verplempert“ haben. Dadurch ist für mich viel vom Urlaubsgefühl verloren gegangen. Gerade das Frühstück in der Natur möchte ich beim Campen ohne Hektik genießen können.

VW California Erfahrungen – Mein Rat an dich

Mach eine Probefahrt mit Übernachtung

Diesen Schritt haben wir leider verpasst. Wir haben den VW California nämlich nicht vorher getestet. Aufgrund unserer Camping Erfahrungen in Australien und den USA sind wir davon ausgegangen, dass wir mit dem VW Bus klar kommen. Trugschluss.

Daher mein dringender Rat: leih dir vorher dein Wunsch-Fahrzeug aus und teste es auf Herz und Nieren, am besten mit ein oder zwei Übernachtungen. Danach weißt du relativ genau, ob du mit dem Camper gut zurecht kommst oder nicht.

VW California Camper Hannover

Lass dir Zeit mit der Entscheidung

Lass dir Zeit bei deiner Kaufentscheidung. Geh zur Messe, wenn wieder eine Messe stattfinden kann. Oder du klapperst einzelne Camping-Hersteller ab. So haben wir es auch gemacht, mangels Camping-Messe. Lass dich in Ruhe beraten und nicht von Messerabatten beeindrucken.

Überleg dir in Ruhe, was du mit dem Camper machen möchtest und ob du nur in den wärmeren Jahreszeiten oder auch im Herbst und Winter unterwegs sein möchtest.

Hierbei ist es beispielsweise auch wichtig, die Begrifflichkeiten „winterfest“ und „wintertauglich“ zu kennen, denn da besteht ein Unterschied.

Zum Schluss möchte ich nochmal betonen, dass ich hier nur meine eigene Meinung und meine Erfahrungen beschrieben habe. Und Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden. Letztendlich habe ich unseren Ferdi trotzdem sehr gemocht. Nur waren für uns einfach zu viele Kompromisse notwendig, die wir nicht auf Dauer eingehen wollten.

Ich hoffe sehr, dass ich dir mit dem Artikel über meine Erfahrungen mit dem VW California weiterhelfen konnte und dir eventuell den ein oder anderen Denkanstoß mitgeben konnte.

Bei Fragen kannst du mir jederzeit schreiben oder du hinterlässt mir unter dem Beitrag einen Kommentar. Ich bin sehr gespannt auf deine Meinung.

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42 Gedanken zu „Meine Erfahrungen mit dem VW California – Wer wird damit glücklich?“

  1. Schwachsinn – habe Seid 5 Jahren einen California Und war admit schon in der CH, Norwegen am Kap, Sweden, Dänemark, italien etc. immer zu zweit. Im Winter wie im Sommer. Spitze !

    1. Hallo,
      vielen Dank für deinen Kommentar. Schön, dass du so zufrieden bist mit dem California und damit das passende Fahrzeug für dich gefunden hast.
      Für uns war es eben nicht der richtige Camper.
      Viele Grüße
      Kerstin

    2. Also, was ich hier immer nicht verstehe, das ist dass Menschen einen Kommentar mit einer groben Beleidigung beginnen. Ich möchte mich mal für den Erfahrungsbericht bedanken. Ich bin nicht ganz Deiner Meinung, was das Reisen zu zweit angeht. Wir haben uns verschiedene Fahrzeugklassen ausgeliehen und natürlich gilt, je größer umso komfortabler. Aber in unserer Lebenssituation passt die Alltagstauglichkeit eine Camper-Vans mit PkW Abmessungen am besten zu uns. Deshalb haben wir uns jetzt einen VW-Bus bestellt. Alles was Du oben beschrieben hast stimmt. Wir empfinden das aber nicht als so störend, und im Winter waren wir noch nicht unterwegs. Man kann allen Interessenten nur empfehlen, was Du auch schon geschrieben hast: Ausprobieren was zu einem passt bevor man das Geld investiert.

      Viele Grüße, Frank.

      1. Vielen Dank für deine Meinung lieber Frank und ganz viel Freude mit eurem VW-Bus. Ich gebe dir vollkommen recht, Geschmäcker sind einfach verschieden und jeder muss das Passende für sich selber finden.
        Einen guten Start in die neue Woche wünsche ich dir.

        Liebe Grüße
        Kerstin

  2. Hi Kerstin,

    Sehr spannender Beitrag. Wir waren in Schottland und den USA auch schon mit dem Camper unterwegs, alle etwas größer als der California – sonst immer mit dem Pkw und dem Zelt.

    Gerade in Schottland ist das aber echt nervig, mit so einem Schiff zu fahren.

    Aber ja, gerade in kalten Ländern ist das mit dem Platz beim VW doch ein Problem. Naja, wir sind mit dem Dachzelt unterwegs, also noch weniger Platz und Komfort, aber immerhin kann das Bettzeug im Zelt bleiben.

    Viele Grüße
    Florian

    1. Hallo Florian,
      lieben Dank für deine Nachricht. Schottland mit dem Camper stelle ich mir traumhaft vor. Und ja, ich kann mir gut vorstellen, dass da ein kleineres Fahrzeug von Vorteil ist.
      Ein Dachzelt ist sicher auch eine feine Sache, wohl aber eher im Sommer geeignet, wenn sich alles draußen abspielt. Ich hoffe, dass ihr damit viel Spaß habt und mal abgesehen von der großen Flexibilität ist das mit dem Bettzeug doch auf jeden Fall ein Vorteil 😉

      Lieben Gruß
      Kerstin

  3. Ganz netter Artikel – aber alle Punkte sind ja von Dir als subjektiv getan und alle Punkte finden sich in den diversen Foren und Diskussionen mit mehr oder weniger Deutlichkeit. Hätte alles vorher eruiert werden können. Bei einem Punkt gibt es aber keinerlei Diskussion:
    Gas MUSS im Fahrbetrieb und auf Fähren IMMER ZUGEDREHT sein. Keine Diskussion darüber und fürr die aufgerufene Strafe in Skandinavien kannst Du sehr viele Urlaube machen.

    Harry

    1. Hallo Harry,
      danke für dein Feedback. Ja, da hast du recht, das hätte ich vorher eruieren können. Ich war allerdings total überzeugt von dem California, dass ich gar nicht auf die Idee gekommen bin, da genauer nach zu recherchieren, was es denn für Nachteile gibt. Aber das hätte ich definitiv machen sollen, das stimmt!
      Oh ja, die Strafe möchte sicherlich niemand gerne bezahlen, also lieber immer schön zudrehen 😉
      Lieben Gruß
      Kerstin

  4. Mieten, testen (auch bei schlechtem Wetter) und das mindestens zweimal. Nachteile/Einschränkungen sind nicht zwangsläufig Kill-Kriterien. Bei einem Fahrzeugpreis, der heutzutage durchaus über 60.000 € liegen kann, sollte die Kaufentscheidung gut überlegt werden. Auch in Hinblick auf mögliche Folgekosten (wie von dir beschrieben). Hilfreicher Artikel. Wir haben ähnliche Erfahrungen gemacht. Mit 15.000 € lagen wir aber „etwas“ günstiger. Grüße, Kai

    1. Hallo Kai,
      vielen Dank für deine Nachricht. Oh ja, das mit dem Mieten und Ausprobieren ist so wahr und es wird mir auch kein zweites Mal passieren, dass ich das nicht vorher mache, bevor ich über einen Kauf in der Preisklasse nachdenke.
      Seid ihr denn inzwischen auf ein anderes Fahrzeug umgestiegen?
      Viele Grüße
      Kerstin

    1. Hallo Michelle,
      vielen Dank für deine Rückmeldung. Ich finde auch, dass kaum irgendwo auch mal die negativen Aspekte erwähnt werden. Überall sieht man nur die schönen Vanlife-Momente.
      Ich hoffe sehr, dass der Artikel anderen eine kleine Hilfe ist.
      Ganz liebe Grüße
      Kerstin

  5. Hallo Kerstin,
    Schöne Zusammenfassung und absolut auf den Punkt gebracht 👌🏻 Genau aus den genannten Gründen käme ein Bulli für uns nicht in Frage.
    Das Fahrzeug kann als Camper einfach viel zu wenig und ist dabei absolut überteuert.

    Ich wünsche euch auf jeden Fall ganz viel Freude mit dem Kasten!

    Liebe Grüße aus Tirol,
    Steffi

    1. Hallo liebe Steffi,

      vielen Dank für deine Rückmeldung! Ja, da habt ihr von Anfang an die richtige Entscheidung getroffen. Wir haben uns einfach zu sehr auf die Tiefgarage fixiert gehabt. Aber du hast recht, als Camper kann er zu wenig, da sind einfach zu viele Kompromisse notwendig, die das Urlaubsvergnügen in meinen Augen zu sehr trüben.
      Ich hoffe, mit dem Kasten klappt das jetzt besser 😉
      Vielleicht klappt es ja auch mal mit einem Treffen, wenn hoffentlich bald mal wieder bessere Zeiten kommen, das würde mich sehr freuen 🙂

      Ganz liebe Grüße
      Kerstin

  6. Hey, dankeschön für den tollen Beitrag. Der VW war für mich bisher auch immer ein Traum. Besonders mit Aufstelldach. Da denkt man ja, super, kann ich sogar drin stehen, wenn es regnet. Dein Bericht hat mich sehr zum Nachdenken gebracht, vor allem weil ich jetzt schon weiß, dass ich mich über sehr ähnliche Dinge aufregen würde. Dieses ganze Rumräumen und die Enge würden mir schon nach wenigen Tagen auf den Zeiger gehen. Sehr guter Bericht, vor allem, weil echt immer nur von Vanlife und VW Bussen geschwärmt wird und selten mal der praktische Scheiß im Alltag beleuchtet wird.
    Liebe Grüße,
    Sarah

    1. Hallo liebe Sarah,
      vielen Dank für deine Rückmeldung, genau deshalb habe ich den Beitrag geschrieben. Weil man eben immer nur die schönen Bilder sieht mit der netten Deko und nie jemand erwähnt, was nicht so gut läuft. Eigentlich ist es ja schade, denn der VW Bus ist ja ein schönes Auto. Aber halt nicht für alle Camper gleichermaßen geeignet.
      Ganz liebe Grüße an Euch! Ich drücke Euch die Daumen für die nächste Zeit!❤
      Kerstin

  7. Jetzt ganz aktuell, mein California Beach Bj 2014 T5, hat jetzt aufgrund eines Zahnriemen risses bei 46000 km einen totalen Motorschaden, Rep Kosten 13.000 Euro , Kulanz keine. Das würde öfter vorkommen. Ansonsten natürlich der ganze VW Schrott in der Vorgeschichte, auch mit vielen Reparaturen, wie oben auch schon angedeutet. Das Fahrzeug ist von Leuten konzipiert die von Campen keine Ahnung haben,
    das Unternehmen selbst ist in seiner Kundenfreundlichkeit und Hilfsbereitschaft eher als Dein schlimmster Feind zu sehen. Der gute Ruf dieser Firma ist mir schleierhaft. Finger weg von diesen Fahrzeugen und dieser Firma. VW.

    1. Oh wow, wie traurig ist das denn? Das würde öfter vorkommen…. Ja, das hab ich von VW auch jedes Mal gehört, wenn ich wieder mit einem Problem in der Werkstatt stand. Ich stand jedes Mal mit offenem Mund da und glaubte, nicht richtig zu hören. Und ich bin immer wieder erstaunt, dass es doch so wahnsinnig viele Menschen gibt, die trotz all der Probleme so begeistert sind.
      Naja, es hilft alles nichts, wir sind um eine (teure) Erfahrung reicher und machen es zukünftig anders 😉
      Lieben Gruß
      Kerstin

    2. Zahnriemen sollte mann ca bei 100000 bis 120000Km oder nach spätestens nach 5 Jahren!
      Ich hatte ein VW t4 2.4d war 25j mit 401660km
      und jetzt ein VW Crafter als Camper jg 2015 und bin super zufrieden

  8. Nein der Bus ist kein schönes Auto wenn er nach 46000 kilometern eine Motorschaden durch Zahnriss erleidet sondern gehypter Schrott.
    Finger weg von dieser Firma VW

    1. Hallo Jürgen, Zahnriemen unterliegen einfach einer gewissen Alterung, auch ohne Nutzung und müssen regelmäßig getauscht werden. Das kann man wirklich nicht Volkswagen anlasten, wenn er nach 9 Jahren kaputt geht, egal bei welcher km Leistung.

  9. Hallo Kerstin,
    mutig Kritik an einer Legende wie dem Bulli zu üben aber ich sehe es ähnlich. Meine Frau und ich campen seit 50 Jahren.
    Mit VW Käfer und Hauszelt fing 1970 alles an.
    Seit 2000 fahren wir Bullis und sind Fans der Baureihen T2 bis T4.
    2015 sollte es dann was modernes sein.
    Der VW T5 California war und ist sehr teuer. Der kurze Radstand war uns zu klein. Dann stießen wir auf eine bezahlbare Alternative auf der VW Transporter Basis mit langem Radstand, Hochdach und Nasszelle mit WC von Westfalia. Wir haben uns sofort in den Club Joker verliebt und wollten diesen schon kaufen, entschieden uns wegen der Lieferzeit und dem anstehenden Urlaub aber erstmal für ein Leihfahrzeug.
    Wir waren und sind auch heute noch absolute Westi-Fans der Modelle bis zum VW T4. Was die Entwickler von Westfalia bei ihrer Eigenentwicklung des T5 Club Joker hingestellt haben ist visuell wunderschön und theoretisch auch für längere Reisen brauchbar aber wir ärgerten uns mit ähnlichen Theme wie du sie beschrieben hast. Zu wenig Möglichkeiten um eine Campingausrüstung sicher zu verstauen und eine mässige Verarbeitung in vielen Details. Die kleine Dusche mit Toilette war auf Reisen nicht benutzbar, da wir als Stauraum nutzen mußten. Das ewige Bett umbauen im Hochdach und Umräumen nervt. Der VW T5 war spitze.
    Bereits im Urlaub machten wir uns drüber unseren eignen T5 Camper zu planen. 2017 war er dann fertig. Wir entschieden uns für einen VW Transporter T5 L2H2 . Langer Radstand und festes Hochdach 2,5m. Baujahr 2010 von der Post mit 4×4 Allradantrieb, 140 PS – 2,0l Dieselmotor mit 82.000 km Laufleistung.
    Heute hat er 125.000 km drauf ohne Probleme.
    Der Motor aus dem Facelift macht in der Regel auch 250.000km und mehr.
    Ausnahmen bestätigen die Regel wie man lesen kann.

    Das Hochdach ist rundum mit Stauraum ausgebaut.
    Unter den festeingebauten komfortablen Längsbetten findet ein Pavillon und die gesamte Outdoor Equipment sicher platz.
    Ein kleiner Küchenblock mit Kühlschrank und ausziehbarer Tischplatte, drehbare Sitze und eine Außendusche sowie ein Portapoti machen den VW Bus zum kompakten Reisemobil, was unser T5 in den letzten 4 Jahren und 40.000 km bewiesen hat.

    Egal ob Kauf oder Eigenbau, es macht Sinn, nein man sollte zwingend einen oder zwei Urlaube mit Leihfahrzeugen machen, dann erfährt man welcher Typ Camper man selbst ist und welches Fahrzeug das richtige ist.

    Fehler sind schnell gemacht ob Kauf oder Eigenbau und kosten viel Geld Wenn man Wertverlust in den ersen Jahren ansieht kann man sich einige Leihfahrzeuge holen und testen.

    PS für die Rente planen wir bereits den nächsten Eigenbau vermutlich wieder ein VW Bus.

    Ein Rat und Grüße eines erfahrenen Campers
    Gerhard

    1. Hallo Gerhard,

      lieben Dank für deinen ausführlichen Kommentar und deine wirklich interessanten Schilderungen und Erfahrungen mit den verschiedenen VW Bussen. Ich kann mir gut vorstellen, dass ein Eigenbau beim VW Bus ein richtig gutes Ergebnis und viel Freude beim Reisen bringen kann, weil man einfach viel individueller planen und umsetzen kann. Vor allem die fest eingebauten Betten sind sicherlich eine feine Lösung.
      Ich wünsche euch weiterhin viel Freude beim Campen und beim zukünftigen Ausbauen 🙂

      Lieben Gruß
      Kerstin

    1. Hallo liebe Marion,
      ich kann dir den Tourne Kastenwagen auf Basis eines Peugeot Boxer sehr empfehlen. Bzw generell einen Kastenwagen, denn dann entfällt das Auf- und Abbauen von Bett, Tisch etc und das Campen ist einfach deutlich entspannter, finde ich.
      Berichte mir gerne, wofür du dich entschieden hast.
      Liebe Grüße
      Kerstin

    2. Hallo Alle,
      Eine echte und gut durchdachte Alternative ist der Kompaja (kleine Werkstatt bei Köln). Ich hab den Wagen in einem Urlaub kennengelernt und war begeistert (ich selbst in einen alten, selbst ausgebautem T4, am Nachbarplatz stand ein Kompanja).
      Danach hat mich dieser nicht mehr (leider nur gedanklich) nicht mehr los gelassen. Der Wagen ist von jungen Leuten entwickelt worden, die teilweise sogar darin leben/ gelebt haben. Großer Vorteil, er ist so optimiert, dass man an alles von oben, von der Seite, also auch bei ausgeklappten Bett dran kommt. Schaut am besten selbst. Er sieht etwas “alternativ” anmutender aus, nicht so luxeriös wie der VW, dafür haben die Entwickler nicht nur am Entwicklungscomputer gesessen, sondern selber drin zu leben probiert und lfd weiter optimiert. Und das merkt man.

      Und falls ihr Euch fragt warum ich den Kompanja so wertschätze, aber keinen fahre, liegt das zum einen daran, dass wir den alten t4 hatten, und jetzt grad einen Crafter selber ausbauen.
      Aber schaut euch den Kompanja einfach mal an. Den kann man auch leihen!!!! Googelt mal.

      Solar, Dachhauben etc geht alles und das Team Macht auch immer (so denn Corona es zulässt) auch nette Sommerfeste, wo man alles von der Produktion, über Erfahrungen anderer Kompanja Camper (die dann dort auch nächtigen können und ihre Autos gern zeigen) bis hin zur Auslieferung sehen kann.
      Uns hatte einer der Chefs, die im
      Auto gewohnt haben sogar mal diesen Wagen fahren lassen. Das ganze hat etwas “familiäres” dort. Und das schöne, sie wollen klein bleiben, um sich dies zu erhalten.
      (Und fürs Protokoll, ich bekomme keine Provision von denen, ich bin echt (!) angetan von dem Konzept 😃👍.
      Die sind auch grad auf der Caravon in Düsseldorf.

      VG Anja

      1. Hallo Anja,
        vielen Dank für diesen hilfreichen Kommentar!!! Das klingt richtig gut, was du da über den Kompanja schreibst. Werde ich mir interessehalber auf jeden Fall mal anschauen!
        Liebe Grüße
        Kerstin

  10. Moin Kerstin,
    bin kein Camper, sondern eher Hotel, Dusche, Pool und gutes Essen.
    Wollte aber schon immer einen Bulli haben, um dort bleiben zu können, wo es
    schön ist. Als Hamburger Jung ist die Nord- und Ostsee nicht so weit und man muss
    nicht nach Hause fahren, wenn alle fahren.
    Habe gehört, dass es in SPO St. Peter Ording eine große Bulli Community gibt.
    Dann wollte ich ein alltagstaugliches Fahrzeug, wie ihr es wolltet, haben.
    Also wurde der Bulli California Coast im März bestellt und soll jetzt im November geliefert
    werden.
    Bis dahin werde ich mir die Zeit mit „Vorbereitungslektüre“ vertreiben.
    Nette Grüße in den Süden,
    Heiko

    1. Moin Heiko 🙂
      das klingt doch gut, da wünsche ich dir auf jeden Fall schon mal ganz viel Spass mit deinem California Coast und dass die Wartezeit einigermaßen schnell vergeht 😉
      Liebe Grüße
      Kerstin

  11. Moin! Eine interessante Aufstellung von Punkten, die so bei den ganzen Vanlifern eher selten angesprochen wird. Danke.
    [Mein Lieblingskommentar hier ist übrigens der, der mit „Schwachsinn“ anfängt. ;)]

    1. Moin Hendrik,
      lieben Dank für deine Rückmeldung. Ich sehe das genauso, daher habe ich auch diesen Beitrag geschrieben. Bei überzeugten California-Fans habe ich mir keine Freunde gemacht, dennoch war mir wichtig, das Fahrzeug von allen Seiten zu beleuchten und eben auch auf die Punkte hinzuweisen, die mich gestört haben. Ich wäre damals froh gewesen, wenn ich irgendwo solche Infos bekommen hätte, dann hätte ich für mich nochmal überlegen können, ob ich damit dauerhaft zurecht komme oder eben nicht 😉

      Lieben Gruß
      Kerstin

  12. Hallo Kerstin,
    super Blog und echt interessante Beiträge die du da machst.
    Wir warten grad sehnsüchtig auf unseren Tourne uns freuen uns schon sehr auf den nächsten Tripp. Deine Reiseberichte sind da sehr hilfreich.
    Vielleicht sieht man sich mal.
    PS: wir haben auch erst kürzlich unseren Cali hergeben, da es mit Baby jetzt im Tourne komfortabel zu reisen ist.
    Liebe Grüße aus Ingolstadt, Anita

    1. Hallo Anita,
      lieben Dank für deinen Kommentar! Freut mich total, dass dir meine Berichte helfen 🙂
      Ich hoffe, ihr habt euren Tourne inzwischen bekommen und konntet vielleicht schon die ersten Fahrten unternehmen?
      Berichte gerne mal, wenn du magst.
      Ganz liebe Grüße
      Kerstin

  13. Danke für den interessanten Kommentar. Meine Womo-Erfahrung beschränkt sich auf ein paar Wochen in größeren Leihfahrzeugen und ich hatte erst kürzlich die Gelegenheit, den neuen T6 eines Freundes zu testen. Manche der Beobachtungen hier kann ich mir ganz gut vorstellen, würde mich aber nach der bisherigen Erfahrung ohne Bedenken auf kürzere Trips wagen. Für den Norden fände ich etwas abtörnend, dass die Standheizung „für oben nix tut“. Gibt es auch Langzeit-Erfahrungswerte zu den vielen zumindest auf den ersten Blick sehr elegant wirkenden Details wie dem Tisch in der Tür, den Sesseln in der Heckklappe und den integrierten Sonnenblenden? Haben die gehalten, was das Aussehen verspricht?

    1. Hallo Siegfried,

      vielen Dank für deine Nachricht. Für kürzere Trips in warme Regionen ist der T6 ein super Fahrzeug. Aber wenn es kälter wird, ist man meiner Meinung nach mit einem Kastenwagen besser dran.
      Bezüglich des Tischs und der Stühle muss ich sagen, dass ich zufrieden war. der Tisch ist super praktisch verstaut und auch die Stühle in der Heckklappe haben ihren Dienst gut getan wie ich finde.
      Die Sonnenblenden waren zwar ein kleines bisschen „mühsam“ zu händeln aber haben soweit auch gut funktioniert.
      Ich hoffe, das hilft dir weiter.

      Lieben Gruß
      Kerstin

  14. Hi,
    Wir sind eine 4 köpfige Familie mit zwei kleinen Kindern. Wir haben uns 2019 einen Ocean ausgeliehen und waren 2 Wochen damit im Urlaub. Danach haben wir einen Beach bestellt und waren bereits zwei mal damit im Urlaub.
    Ich hab deinen Post mit einem Lächeln gelesen. Ich finde genau dieses Zwischenspiel zwischen Camper und Alltagsauto so genial. Klar hat man nicht den Platz wie in einem Kastenwagen oder Wohnmobil.
    Wir haben bewusst „nur“ die Ausklappküche. Die eingebaute vom Ocean find ich völlige Platzverschwendung.
    Wir haben ein passendes Zelt am Bulli stehen, im dem sich eigentlich alles abspielt.
    Meine Freundin hat sich einen Ford gekauft. Wir fahren dieses Jahr das erste mal zusammen mit beiden Campern los, bin gespannt auf die Unterschiede.
    Für mich ein großer Nachteil jetzt schon, mit dem Ford kommt man in ein Parkhaus 🤷‍♀️
    Entweder man mag den Urlaub reduzierter aber dafür freier oder man fährt eher in Ferienwohnungen oder Ähnliches.

    Liebe Grüße

    1. Liebe Ramona,

      vielen Dank für deine Nachricht. Ich finde es kommt total auf die Art des Reisens an. Mit Vorzelt etc. und wenn man länger an einem Ort bleibt, ist das wieder ganz was anderes. Zum Glück gibt es so viel Auswahl, dass jeder das Passende für sich finden kann.

      Ich wünsche euch auf jeden Fall weiterhin ganz viel Spaß und viele tolle Reisen mit eurem Ocean 🙂

      Lieben Gruß
      Kerstin

  15. Liebe Kerstin
    Habe erst jetzt Deinen Blog gefunden. Deine Erfahrungen mit dem California finde ich sehr hilfreich. Eine gute Entscheidungshilfe für Neueinsteiger.
    Vor 5 Jahren haben wir das neue Modell Mercedes Marco Polo mit 4 Rad Antrieb gekauft. Wir sind Rentner . Jedes Jahr sind wir ca. 3 Monate mit dem Auto unterwegs. Was Du sagst stimmt, es wir manchmal eng.
    Wenn wir lange unterwegs sind z.b. nach Andalusien schlafen wir auf der Reise für eine Nacht im Hotel mit bewachtem Parkplatz. Da muss nicht alles umgeräumt werden. In England bei Regen dasselbe. Bei schönem Wetter und mit einem aufblasbaren Zelt am Bus geniessen wir das Campingleben. Wintercamping ist für uns sowieso kein Thema. Es ist einfach viel angenehmer lange Strecken und in den Städten und engen Dörfer mit dem Marco Polo zu fahren. Jeder hat andere Bedürfnisse. Für mich war der Fahrkomfort und die vielen elektronischen Helferlein wichtig. Die Industrie baut für alle das Passende . Man muss nur wissen was man will. Herzliche Grüsse aus der Schweiz

    1. Lieber Ruedi,
      vielen Dank für deine Nachricht. Ich gebe dir absolut recht, jeder muss das Passende für sich finden. Klar, ich habe jetzt zwar mehr Platz und Komfort beim Campen, dafür komme ich in keine Tiefgarage und kein Parkhaus mehr hinein. Es hat eben alles seine Vor- und Nachteile 😉
      Ganz liebe Grüße in die Schweiz.
      Kerstin

  16. Hallo Kerstin,

    interessante Schilderung Deiner persönlichen Erfahrungen.

    Der gute Ruf der VW-Bulli-Camper (Joker und California) lebt von den Modellen T3 und T4. Beide von Westfalia ausgebaut. Ab T5 wollte VW das besser können. Deshalb kann ich bei meinem T4 Cali das Gas auch mit zwei Handgriffen abdrehen.
    Es stimmt, im Cali ist immer etwas im Weg, sogar wenn man nur allein unterwegs ist. Ob das gravierend ist, liegt aber wohl an der persönlichen Empfindlichkeit. Die Vorbesitzer meines Calis sind ca 15 Jahre mit zwei Jungs in dem Auto unterwegs gewesen.
    Zur Haltbarkeit : es hat sich wohl herumgesprochen, dass ab T5 Haltbarkeit problematisch sein kann. Mein T4, 2,5 ltr Tdi, 102 Ps hat jetzt 395 tsd auf der Uhr und ich rechne mit deutlich mehr km.
    Ansonsten bin ich mehrfach im Herbst in Lappland unterwegs gewesen und war völlig zufrieden. Ich werde diesen California im Leben nicht mehr hergeben.

    1. Hallo Horst,
      vielen Dank für deinen Kommentar, ich finde es immer wieder spannend, die verschiedenen Meinungen und Erfahrungen anderer Cali-Besitzer zu hören. Freut mich sehr, dass du mit deinem T4 so zufrieden bist und ich würde ihn an deiner Stelle wohl auch nicht hergeben. Bei mir waren es damals einfach zu viele Dinge, die nicht gepasst haben.
      Nichtsdestotrotz bin ich froh, meine eigenen Erfahrungen mit dem California gemacht zu haben. Jetzt mit dem Kastenwagen passe ich ja in keine Tiefgarage etc mehr rein, das war mit dem T6 natürlich besser, aber man kann halt nicht alles haben ;-))
      Liebe Grüße und schönen Abend dir.
      Kerstin

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