Lanschaft im Etosha Nationalpark zur Trockenzeit
Afrika, Namibia

Etosha Nationalpark – Meine Tipps für deine individuelle Safari

In meinem Artikel über Namibia – Planung, Route, Kosten habe ich dir ja schon von den organisatorischen Dingen zu unserer Namibia (und Südafrika)-Reise berichtet. Hier möchte ich nun meine Erfahrungen und Tipps mit dir teilen, um dir bei deiner individuellen Tour in den Etosha Nationalpark behilflich zu sein.

Allgemeines zum Etosha Nationalpark

Der Etosha Nationalpark befindet sich im Norden von Namibia, ca. 500 km von der Hauptstadt Windhuk entfernt. Der Park stellt das bedeutendste Schutzgebiet des Landes dar. Seine Salzpfanne ist sogar vom Weltall aus sichtbar. Neben den Sossuslvei Dünen ist der Etosha Nationalpark das meistbesuchte Reiseziel in Namibia.

So sollte von Anfang an der Etosha Nationalpark eines unserer Hauptziele in Namibia werden. Seit unserer USA Reise im Jahr 2013 sind wir beide total tierbegeistert und lieben es, Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten. Und Tiere findet man in diesem Nationalpark zum Glück nicht zu knapp.

Damit du weißt, was dich im Etosha Nationalpark erwartet, habe ich hier die wichtigsten Infos für dich zusammengeschrieben. Meine Erfahrungen beziehen sich insbesondere auf die Unterkünfte, das Auto fahren, die Versorgung und natürlich darauf, möglichst viele Tiere zu Gesicht zu bekommen.

Lanschaft im Etosha Nationalpark zur Trockenzeit
Landschaft im Etosha Nationalpark zur Trockenzeit

 

Zebras Wasserloch Etosha Nationalpark Namibia
Zebras am Wasserloch im Etosha Nationalpark Namibia

 

Unterkünfte im Etosha Nationalpark

Zunächst das Wichtigste: Wo kannst du im Etosha Nationalpark eigentlich übernachten?

Es gibt direkt im Park bzw. in der Nähe der Parkeingänge einige Lodges. Diese sind allerdings oft nicht ganz kostengünstig und auch relativ schnell ausgebucht. Da wir uns doppelte Wege und dadurch auch Zeit sparen wollten, haben wir uns für Unterkünfte im Nationalpark bzw. in unmittelbarer Nähe des Parks entschieden. Die Straßenverhaltnisse sind im Etosha Park so, dass man aufgrund der Schotterpisten eher gemächlich vorankommt. Außerdem darf man mit dem eigenen Auto erst nach Sonnenaufgang in den Park hineinfahren und muss vor Sonnenuntergang bereits wieder hinaus gefahren sein. Das ist also etwas tricky und musst du unbedingt in deine Reiseplanung miteinbeziehen.

Buchung der Unterkünfte

In Bezug auf die Unterkünfte haben wir uns im Reisebüro unseres Vertrauens Rat geholt. Unser Ansprechpartner war bereits mehrfach in Namibia unterwegs und konnte uns persönliche Empfehlungen geben. Also haben wir 5 Nächte im Park bzw. in der Nähe der Parkeingänge gebucht. Die Unterkünfte haben wir auch gleich als Erstes gebucht, da es nicht soo viele Lodges  gibt. Diese sind entsprechend schnell nicht mehr verfügbar oder gar nicht erst buchbar, da die Kontingente bereits vergeben sind.

Im Einzelnen haben wir Übernachtungen in folgenden Lodges gebucht:

Von der letzten Unterkunft aus sind wir dann auf direktem Weg wieder nach Windhuk zurück gefahren.

 

Verpflegung in den Lodges im Etosha Nationalpark

Bei unseren Unterkünften war jeweils das Frühstück mit dabei. Das Abendessen konnten wir nicht mit dazu buchen. Wir sind davon ausgegangen, dass wir uns teilweise auch einfach selbst versorgen und uns in einem Supermarkt mit Lebensmitteln eindecken können. Das war aber definitiv eine Fehlannahme. In den wenigen und sehr kleinen Supermärkten war die Auswahl minimal. Dort gab es hauptsächlich Grillgut, was natürlich ok ist, wenn du einen Camper mit Kochmöglichkeit dabei hast. Aber ansonsten wurde es mit der Selbstversorgung schwierig, da es sonst lediglich Getränke und Kekse oder Ähnliches zu kaufen gab.

Daher „mussten“ wir auf das Abend-Buffet ausweichen, das in den Lodges angeboten wurde. Das hatte allerdings seinen Preis (ca. 20-30 Euro pro Person). Das Essen war zwar grundsätzlich gut, schlug dann aber ganz schön zu Buche. Insofern möchte ich dich hier schon mal vorwarnen ;-).

Ein größerer Einkauf in Windhuk oder in einem größeren Supermarkt ausserhalb des Etosha Nationalparks kann auf jeden Fall nicht schaden, bevor ihr in den Park hineinfahrt. Dort habt ihr dann ein paar Tage nur noch eingeschränkte Möglichkeiten zum Einkaufen.

 

Weitere Infos zum Etosha Nationalpark

Jetzt noch ein paar grundsätzliche Worte zum Nationalpark. Ich persönlich hatte vor dieser Reise nur die Nationalparks aus den USA im Kopf. Die sind touristisch sehr gut erschlossen und verfügen in der Regel über geteerte Straßen, ausgebaute Wege, Shops, Restaurants, Touristeninformation, Toiletten etc..

Den Etosha Nationalpark kann man damit allerdings nicht vergleichen. Zunächst gibt es hier fast ausschließlich Schotterpisten. Dennoch ist es nicht zwangsläufig nötig, dass ihr ein Allradfahrzeug mietet. Wir waren mit einem ganz normalen VW Polo unterwegs. Allerdings waren wir damit die Einzigen :-). Es ist natürlich eine etwas holprige Angelegenheit, aber bei entsprechender Fahrweise und ein wenig Routine, die sich recht schnell einstellt, ist das kein Problem.

Du musst außerdem bedenken, dass man im Park immer im Auto sitzen bleiben muss, da das Aussteigen wegen der Tiere zu gefährlich wäre.

Eingänge zum Park

Wenn du aus östlicher Richtung kommt, ist das von Lindequist Tor dein Eingang zum Park, von Süden kommend ist es das Anderson Gate. Wir haben unsere Tour am von Lindequist Tor begonnen. Hier musst du erstmal dein Fahrzeug registrieren lassen. Das passiert an einem kleinen Häuschen, an dem du automatisch vorbei kommst. Dabei wird aus Sicherheitsgründen dein Kennzeichen notiert sowie die Dauer deines Aufenthalts und du bekommst einen entsprechenden Nachweis darüber. Den legst du dann bei der Rezeption vor, die sich ein Stück weiter, wenn ihr quasi zum richtigen Eingang kommt, befindet. Dort bezahlst du dann auch den Eintritt für den Etosha Park (aktuell 80 NAD pro Person und Tag, das entspricht ca. 5 Euro).

Schotterpiste im Etosha Nationalpark Namibia
Schotterpiste im Etosha Nationalpark

Wichtiger Tipp! Besorg dir die Karte für die Tierbestimmung sowie mit den Strecken und Wasserlöchern!!

Kleiner, aber wichtiger Tipp, für den wir unserem Reisebüro sehr dankbar waren: es gibt am Namutoni Camp, wenn man etwas weiter mit dem Auto hineinfährt, einen (sehr) kleinen Supermarkt. Dort gibt es unter anderem auch Karten vom Park zu kaufen. In diesen Karten sind sowohl die Strecken durch den Park samt Kilometerangabe, die einzelnen Wasserlöcher sowie Bilder für die Tier- und Vogelbestimmung abgebildet (Preis ca. 5 Euro). Es sind sämtliche Tiere, die es im Etosha Nationalpark gibt, mit Bild und Namen aufgelistet.

Wir haben uns sofort eine Karte gekauft und auch nirgendwo sonst mehr welche gesehen. Nur ganz am Ende unserer Tour, nämlich am anderen Ausgang (beim Okaukuejo Camp) vom Park gab es nochmal welche zu kaufen. Dann hätte sie uns aber nicht mehr viel geholfen. Da es aber soooo viele Tiere zu sehen gibt, die sich teilweise aucht recht ähnlicht sind, fanden wir dieses Heftchen wirklich extrem hilfreich. Und natürlich auch, um einen Überblick über die Strecken im Park und die Wasserlöcher zu erhalten. Außerdem sind dort die Toiletten eingezeichnet. Da es davon im Park nicht allzu viele gibt (bei uns waren zudem auch noch einige geschlossen) und man das Auto ja nicht verlassen darf, ist es umso wichtiger zu wissen, wo es denn überhaupt Toiletten gibt.

Aber jetzt komme ich zum eigentlichen Highlight, warum man in den Etosha Nationalpark fährt.

Tipps für deine erfolgreiche Tierbeobachtung im Etosha Nationalpark

  • Besorge dir die oben erwähnte Karte (unbezahlte Werbung, unbedingt notwendig ;))! Man sieht wunderbar die Strecken samt Wasserlöchern und Kilometerangaben und teilweise auch, wo welche Tiere zu finden sind (z.B. Dikdik-Drive, die süßen Mini-Antilopen gibt es nur dort).
  • Stehe früh auf, um möglichst viele Tiere zu sehen! Mir selber fällt es leider sehr schwer, aber die größten Chancen, insbesondere auf Löwen, Leoparden etc. hat man einfach am frühen Morgen wenn die Sonne gerade aufgeht. Außerdem ist da das Licht so schön (abends natürlich auch ;)).
  • Meide die Mittagszeit. In der Mittagszeit sind die Chancen auf Tiersichtungen nicht so optimal wie morgens oder abends. Zebras, Gnus, Giraffen und diverse Vögel haben wir zwar auch tagsüber gesehen, aber wenn du auch Löwen, Leoparden usw. sehen möchtest, hast du insbesondere am frühen Morgen die besseren Chancen. Außerdem sind die Lichtverhältnisse durch die grelle Sonne um die Mittagszeit natürlich nicht so gut.
  • Wähle die Reisezeit gut aus. Wir waren im September unterwegs, das heißt gegen Ende der Trockenzeit. Daher war alles ziemlich dürr und trocken und an den Wasserlöchern waren relativ viele Tiere zu sehen. Ich habe natürlich keinen Vergleich wie es in der Regenzeit bzw. zum Anfang der Trockenzeit ist, vermutlich ist dann alles etwas grüner. Da ich aber auch ein kleiner Angsthase bin was Malaria etc. angeht, habe ich auch deswegen diese Reisezeit bevorzugt, weil zum Ende der Trockenzeit das Malariarisiko am geringsten ist.
  • Mach eine geführte Safari mit. Da wir auf unseren eigenen Fahrten kein Glück mit Löwen, Leoparden usw. hatten, haben wir uns von unserer Unterkunft in der Mitte des Parks aus, der Halali Lodge, eine geführte Safari gebucht (Preis pro Person 50 Euro). Du bist dann insgesamt mit ca. 6-8 Personen und einem Guide in einem offenen, erhöhten Fahrzeug unterwegs. Das Erlebnis ist nochmal ganz anders, als wenn man in seinem eigenen geschlossenen Fahrzeug unterwegs ist. Allein den Geruch der Tiere und der Natur in der Nase zu haben und den Wind zu spüren, macht das Ganze nochmal deutlich intensiver. Bei unserer Abend-Safari haben wir z.B. eine Elefantenfamilie, Giraffen mit einem Jungtier, sowie einen Wüstenluchs und zwei Leoparden gesehen. Die Löwen haben sich leider rar gemacht. Daher haben wir nach unserer Rückkehr zur Lodge gleich noch eine weitere Safari für den frühen Morgen gebucht. Wir wollten nicht fahren, ohne nicht wenigstens einen Löwen gesehen zu haben. Auch wenn das hieß, dass wir um fünf Uhr morgens aufstehen mussten. Es war stockfinster und eisig kalt als wir losfuhren. Zieh dich also am besten warm an. Von unserem Guide gabs sogar nochmal zusätzliche „Decken-Jacken“. Der Fahrtwind und die kalte Luft am Morgen sind nicht zu unterschätzen. Dafür wurden wir mit einem wunderschönen Sonnenaufgang belohnt und haben dann tatsächlich noch Löwen und Leoparden gesehen. Definitiv ein unvergessliches Erlebnis, das ich dir nur dringend ans Herz legen kann, wenn es sich irgendwie mit deinem Budget vereinbaren lässt.
  • Plane genug Zeit ein. Zeit hat man bei keiner Reise genug, so ist jedenfalls meine Erfahrung. Je nachdem wie gerne du fotographierst und wieviel Zeit du beim Tiere beobachten verbringen möchtest, kann ich dir nur raten, genügend Tage einzuplanen. Auf den Schotterpisten geht es außerdem nicht so schnell voran wie auf geteerten Straßen. Wir haben fünf Tage im Etosha Nationalpark verbracht und ich würde es jedes Mal wieder so machen. Ich hätte auch gut noch ein, zwei Tage mehr dort verbringen können, um noch mehr Strecken abfahren zu können.

Ich hoffe, dass dir meine Tipps ein bisschen Hilfestellung bei deiner eigenen Reiseplanung leisten konnten.

Etosha Nationalpark Namibia – Galerie

Und damit du dich endgültig davon überzeugen kannst, warum es sich lohnt, auf eigene Faust den Etosha Nationalpark zu erkunden, habe ich jetzt noch ein paar Bilder für dich.

 

Auf Safari im Etosha Nationalpark
Unser Fahrzeug bei den geführten Safaris

 

Etosha Nationalpark Namibia
Unterwegs auf den Straßen im Etosha Nationalpark

 

Gnu Namibia
Gnus im Etosha Nationalpark

 

Unterwegs im Etosha Nationalpark Namibia
Unterwegs im Etosha Nationalpark

 

Oryxantilope
Neugierige Oryxantilope

 

Leopard Safari Etosha Nationalpark Namibia
Leopard im Etosha Nationalpark

 

Springböcke am Wasserloch
Springböcke am Wasserloch, Etosha Nationalpark

 

Gelbschnabeltoko Etosha Nationalpark Namibia
Gelbschnabeltoko

 

Giraffe Wasserloch
Giraffe am Wasserloch

 

Elefantenbaby am Wasserloch Etosha Nationalpark Namibia
Elefantenbaby am Wasserloch

Warst du schon mal in Namibia?

Wenn du noch Fragen oder Anregungen hast, dann lass mir gerne einen Kommentar da 🙂

 

Dünen im Namib-Naukluft-Nationalpark Namibia
Afrika, Namibia

Namibia – Planung, Route, Kosten

[Werbung durch Erwähnung von Anbietern etc. Die Reise wurde vollständig selbst bezahlt.]

 

Unsere Reise nach Namibia: Vorüberlegungen und Reiseplanung

Afrika und speziell Namibia standen schon lange ziemlich weit oben auf unserer Reise-Wunschliste. Die konkrete Planung unserer Namibia-Reise stellte uns im Vorfeld allerdings vor ein paar Herausforderungen. Grundsätzlich bereisen wir ein Land ja am liebsten mit einem Mietwagen, sofern das im Reiseland gut möglich ist. Von Namibia hatte ich schon oft gehört, dass es sich wunderbar mit dem Mietwagen erkunden lassen würde. Da ich in unserem „Reiseteam“ aber der alleinige Autofahrer bin, ist ein abwechselndes Fahren bei uns nicht möglich. Daher plane ich unsere einzelnen Etappen in der Regel so, dass sie nicht zu lang sind. Zum Zeitpunkt der Reiseplanung (Mitte des Jahres 2016) hatte ich stressbedingt mit einer Angst zu kämpfen, die mich unter anderem auch beim Autofahren vor einige Probleme stellte. Aus irrationalen Gründen hatte ich plötzlich Angst vorm Auto fahren, speziell vor Autobahnen und Tunnels. Dabei hatte ich vorher kein traumatisches Erlebnis in dieser Richtung erlebt. Allerdings ist das natürlich nicht die beste Voraussetzung, wenn man auf Reisen am liebsten mit dem Mietwagen unterwegs ist und keinen anderen Autofahrer zur Verfügung hat außer sich selbst.

Die Komfortzone verlassen

Aber man wächst ja bekanntlich mit seinen Aufgaben. Gerade beim Reisen habe ich in der Vergangenheit schon des öfteren meine Komfortzone verlassen (müssen) und wurde anschließend dafür belohnt. Und ich wollte diese Reise unbedingt machen. Eine Gruppenreise kam für uns nicht in Frage. Auch darüber hatten wir uns ausgiebig schlau gemacht. Aber wir wollten in unserem Tempo reisen, nach unseren Prioritäten und so lange an einem Ort bleiben wie wir wollten. Also musste ich da irgendwie durch.

Achtung Linksverkehr!

Ach ja, fast hätte ich es vergessen. In Namibia herrscht Linksverkehr! Diese Tatsache hat mich erstaunlicherweise gar nicht so besonders abgeschreckt. Selbstverständlich muss man vor allem am Anfang und insbesondere beim Abbiegen gut aufpassen. Wenn man dabei aber etwas Unterstützung durch den Beifahrer hat, klappt das meiner Erfahrung nach relativ schnell ganz gut.

Und außerhalb der Hauptstadt Windhuk ist ohnehin nicht besonders viel Verkehr. Lass dich davon also bitte nicht abhalten. Es fühlt sich relativ schnell ganz normal an, auf der linken Seite zu fahren!

 

Namibia – Unsere beiden großen Highlights

Aufgrund der Fahrproblematik war klar, dass wir keine standartmäßige Rundreise machen würden. Die vielen Kilometer auf Schotterpisten fand ich damals ziemlich abschreckend. Da wusste ich auch noch nicht, dass es in Wirklichkeit gar nicht so wild ist. Heute weiß ich wie es ist und würde mir inzwischen auch das Fahren eines Allradfahrzeugs zutrauen. Aber damals war das nicht der Fall. Also haben wir uns bei der Planung der Reise auf die für uns wesentlichen Highlights beschränkt und versucht, eine für mich machbare Variante auszutüfteln.

Etosha Nationalpark und Sossusvlei Dünen

Es war klar, dass wir unbedingt ausgiebig Tiere sehen und dafür mehrere Tage in den Etosha Nationalpark fahren wollten. Darüber gibt es hier auch einen extra Blogbeitrag mit vielen Infos, insbesondere zum Thema Tierbeobachtung. Außerdem sollte es auf jeden Fall in die Namib-Wüste zu den Sossusvlei Dünen gehen. Die roten Dünen und die Wüste sind unfassbar beeindruckend.

Die Strecke von Windhuk bis zum Etosha Nationalpark ist ca. 500 km lang und die geht es hauptsächlich geradeaus. Das war fahrtechnisch gut zu machen. In die Wüste wollte ich aber definitiv nicht selber fahren. Das stand von vorne herein fest, zumal man dafür auch ein Allradfahrzeug gebraucht hätte. Also haben wir uns für diesen Teil der Reise für einen Reisebaustein von Meier’s Weltreisen entschieden. Das war zwar nicht ganz kostengünstig, aber für uns eine gute Möglichkeit, unsere beiden Wunschziele in Namibia zu realisieren.

Komibination von Namibia mit Südafrika

Im Endeffekt haben wir unseren 11-tägigen Namibia-Aufenthalt dann noch mit Südafrika kombiniert. Dazu folgt in Kürze ein separater Beitrag. Trotz ein paar Startschwierigkeiten bei der Planung und Organisation ist unsere Reise im Endeffekt zwar eine etwas unkonventionelle Variante geworden. Für uns war es aber die perfekte Lösung.

 

Zebras Wasserloch Etosha Nationalpark Namibia
Zebras Wasserloch Etosha Nationalpark Namibia

 

Dünen im Namib-Naukluft-Nationalpark Namibia
Dünen im Namib-Naukluft-Nationalpark

So sah unsere Reiseroute in Namibia konkret aus:

  • 1. Tag Ankunft morgens in Windhuk, Übernahme des Mietwagens am Flughafen, Übernachtung im Avani Hotel Windhuk
  • 2. Tag Fahrt zum Etosha Nationalpark Übernachtung in der Mokuti Etosha Lodge
  • 3. Tag Etosha Nationalpark, Übernachtung Mokuti Etosha Lodge
  • 4. Tag Etosha Nationalpark, Übernachtung im Halali Camp
  • 5. Tag Etosha Nationalpark, Übernachtung im Halali Camp
  • 6. Tag Etosha Nationalpark, Übernachtung in der Etosha Safari Lodge
  • 7. Rückfahrt nach Windhuk, Rückgabe Auto, Übernachtung im Avani Hotel Windhuk *
  • 8. Tag Abholung durch Meier’s Weltreisen (hier findest du nochmal den Link zum Reisebaustein) und Fahrt in die Namib-Wüste, Übernachtung in der Namib Naukluft Lodge
  • 9. Tag Sossusvlei Dünen, Sesriem Canyon, Übernachtung in der Namib Naukluft Lodge
  • 10. Tag Rückfahrt nach Windhuk, Übernachtung im Avani Hotel Windhuk
  • 11. Tag Flug nach Kapstadt ›››› weiter gehts demnächst im extra Blogpost zu Südafrika
    -> * Anmerkung zum Avani Hotel Windhuk: Für die Buchung des Reisebausteins mussten wir ein Hotel aus dem Angebot von Meiers Weltreisen auswählen

 

Das waren unsere Kosten in Namibia

Flüge:

› München – Windhuk (Condor): 449,99 Euro pro Person
› Windhuk – Kapstadt (Air Namibia): 199,79 Euro pro Person
› Kapstadt – München (über Dubai, Emirates): 323,79 Euro pro Person

Mietwagen:

›  VW Polo inkl. unbegrenzter Kilometer und Versicherungen für 7 Tage: 274,16 Euro

Unterkünfte (Preise jeweils pro Nacht und pro Zimmer):

› Windhuk Avani Hotel (3×1 Nacht inkl. Frühstück): 100,00 Euro
› Mokuti Etosha Lodge (2 Nächte inkl. Frühstück): 148,00 Euro
› Halali Camp (2 Nächte inkl. Frühstück): 130,00 Euro
› Etosha Safari Lodge (1 Nacht inkl. Frühstück): 79,00 Euro

Reisebaustein über Meier’s Weltreisen: 500,00 Euro pro Person

› Der 3-tägige Reisebaustein enthielt dabei an Tag 1 die Abholung aus unserem Hotel in Windhuk, den Transfer zur Namib Naukluft Lodge (2 Übernachtungen inkl. Halbpension) in der Namibwüste. Am 2. Tag ging es zu den Sossulvlei Dünen inkl. Eintritt sowie zum Sesriem Canyon. Am 3. Tag war der Transfer zurück nach Windhuk sozusagen der letzte Programmpunkt. Natürlich ist der Preis ein bisschen happig, allerdings gab es wirklich gar nichts zu bemängeln. Der Ablauf war reibungslos, bei den Transfers waren wir jeweils nur zu dritt, am Ausflugstag zu den Dünen ca. 8 Personen. Und auch die Unterkunft samt Verpflegung, insbesondere das erste Abendessen in der Wüste unter freiem Himmel und mit afrikanischen Tänzen und Gesang war absolut toll.

Sonstige Kosten

An sonstigen Kosten kamen natürlich noch Kosten für Essen (Abendessen war nirgends inklusive), Tanken, Souvenirs etc hinzu. In Windhuk konnte man zu einem sehr guten Preis-LeistungsVerhältnis Essen gehen. Im Etosha-Nationalpark bin ich davon ausgegangen, dass wir uns teilweise selbst versorgen oder auf Sandwiches etc. ausweichen können. Das war jedoch nicht der Fall, da es dort kaum Einkaufsmöglichkeiten gab. Also mussten wir auf das jeweilige Buffet-Angebot der Unterkunft ausweichen. Kleinigkeiten oder andere Gerichte von der Karte, abgesehen vom Buffet, gab es in den Lodges nicht. Das Essen war zwar insbesondere in der Mokuti Etosha Lodge und in der Etosha Safari Lodge wirklich gut, jedoch eben nicht gerade günstig. Wir haben pro Person jeweils zwischen 20 und 30 Euro pro Essen gezahlt. Low Budget ist hier also nur sehr eingeschränkt möglich bzw. müsste man sich vorher noch genauer über Einkaufsmöglichkeiten informieren, wenn man hier gerne sparen möchte.

 

Fazit zu unserem Aufenthalt in Namibia

  • Reisezeit: Wir waren im September unterwegs, also zum Ende der Trockenzeit. Dadurch gab es nur wenig Wasser und viele Tiere an den Wasserlöchern zu sehen. Empfehlenswert.
  • Definitiv auch empfehlenswert, wenn auch ein wenig kostspielig: Unterkünfte direkt im Nationalpark zu buchen. Spart viel Zeit und holprige Doppel-Fahrten 😉
  • Selber fahren: Immer wieder super. Freie Zeiteinteilung und ganz in Ruhe auch das tausendste Zebra fotographieren zu können, wenn man das möchte.
  • Aus unserer etwas unüblichen Kombination ist eine supertolle Reise geworden. Viele schöne Orte in Namibia haben wir durch unsere Reisevariante natürlich noch nicht gesehen. Dafür haben wir ausgiebig den Etosha Park erkundet und uns ausgiebig den unzähligen Tieren gewidmet. Dadurch hatten wir insgesamt aber auch weniger Stress, als bei manch anderer Reise, wo es täglich längere Etappen zu bewältigen gibt. Weniger ist mehr, nicht immer, aber immer öfter.
  • Die drei einzelnen Nächte in Windhuk waren nicht ganz so optimal. Anders wäre die Kombination mit dem Reisebaustein und dem Flug nach Kapstadt aber nicht möglich gewesen.

 

Namibia ist wirklich ein wunderschönes Land, in dem es noch so viele weitere Naturschönheiten zu bestaunen gibt. Da wir nur einen kleinen Teil davon gesehen haben, möchten wir auch auf jeden Fall nochmal hin. Dann könnte ich mir gut vorstellen, mit Dachzelt unterwegs zu sein. Da ist das Erlebnis in der Natur vermutlich nochmal deutlich intensiver.

 

Und damit du dich selber noch von der Schönheit überzeugen kannst, sind hier noch ein paar weitere Eindrücke für dich:

 

Elefanten am Wasserloch Okaukuejo Etosha Nationalpark Namibia
Elefanten am Wasserloch Okaukuejo, Etosha Nationalpark

 

Wasserloch Okaukuejo Etosha Nationalpark Namibia
Wasserloch Okaukuejo Etosha Nationalpark

 

Springböcke und Zebra Etosha Nationalpark Namibia
Lässt das Herz von Tierfotographen höher schlagen

 

Etosha Nationalpark Namibia
Gnus im Etosha Nationalpark Namibia

 

 

Zebras Etosha Nationalpark Namibia
Zebras schützen sich vor der Sonne

 

Mietwagen VW Polo im Etosha Nationalpark Namibia
Unser kleiner Polo hat uns gut durch den Etosha Nationalpark gebracht

 

Hörnchen im Etosha Nationalpark Namibia
Hörnchen im Etosha Nationalpark

 

Mokuti Etosha Lodge Etosha Nationalpark Namibia
Mokuti Etosha Lodge

 

Halali Lodge Etosha Nationalpark Namibia
Halali Lodge Etosha Nationalpark Namibia

 

Oryxantilopen im Namib-Naukluft-Nationalpark Namibia
Oryxantilopen im Namib-Naukluft-Nationalpark

 

Sossusvlei Namib-Naukluft-Nationalpark Namibia
Sossusvlei Namib-Naukluft-Nationalpark

 

Dead Vlei, Namib-Naukluft-Nationalpark Namibia
Dead Vlei, Namib-Naukluft-Nationalpark

 

Hier gehts zu nochmal meinem Beitrag über den Etosha Nationalpark.

Warst du selber schon mal in Namibia? Wo hat es dir am besten gefallen? Was würdest mir für die nächste Namibia-Reise empfehlen?

Ich freue mich über deinen Kommentar!