Dünen im Namib-Naukluft-Nationalpark Namibia
Afrika, Namibia

Namibia – Planung, Route, Kosten

[+enthält Werbelinks. Die Reise wurde vollständig selbst bezahlt.]

Unsere Reise nach Namibia: Vorüberlegungen und Reiseplanung

Afrika und speziell Namibia standen schon lange ziemlich weit oben auf unserer Reise-Wunschliste. Die konkrete Planung unserer Namibia-Reise stellte uns im Vorfeld allerdings vor ein paar Herausforderungen. Grundsätzlich bereisen wir ein Land ja am liebsten mit einem Mietwagen, sofern das im Reiseland gut möglich ist. Von Namibia hatte ich schon oft gehört, dass es sich wunderbar mit dem Mietwagen erkunden lassen würde.

Da ich in unserem „Reiseteam“ aber der alleinige Autofahrer bin, ist ein abwechselndes Fahren bei uns nicht möglich. Daher plane ich unsere einzelnen Etappen in der Regel so, dass sie nicht zu lang sind. Zum Zeitpunkt der Reiseplanung (Mitte des Jahres 2016) hatte ich stressbedingt mit einer Angst zu kämpfen, die mich unter anderem auch beim Autofahren vor einige Probleme stellte. Aus irrationalen Gründen hatte ich plötzlich Angst vorm Auto fahren, speziell vor Autobahnen und Tunnels. Dabei hatte ich vorher kein traumatisches Erlebnis in dieser Richtung erlebt. Allerdings ist das natürlich nicht die beste Voraussetzung, wenn man auf Reisen am liebsten mit dem Mietwagen unterwegs ist und keinen anderen Autofahrer zur Verfügung hat außer sich selbst.

Die Komfortzone verlassen

Aber man wächst ja bekanntlich mit seinen Aufgaben. Gerade beim Reisen habe ich in der Vergangenheit schon des öfteren meine Komfortzone verlassen (müssen) und wurde anschließend dafür belohnt. Und ich wollte diese Reise unbedingt machen. Eine Gruppenreise kam für uns nicht in Frage. Auch darüber hatten wir uns ausgiebig schlau gemacht. Aber wir wollten in unserem Tempo reisen, nach unseren Prioritäten und so lange an einem Ort bleiben wie wir wollten. Also musste ich da irgendwie durch.

Achtung Linksverkehr!

Ach ja, fast hätte ich es vergessen. In Namibia herrscht Linksverkehr! Diese Tatsache hat mich erstaunlicherweise gar nicht so besonders abgeschreckt. Selbstverständlich muss man vor allem am Anfang und insbesondere beim Abbiegen gut aufpassen. Wenn man dabei aber etwas Unterstützung durch den Beifahrer hat, klappt das meiner Erfahrung nach relativ schnell ganz gut.

Und außerhalb der Hauptstadt Windhuk ist ohnehin nicht besonders viel Verkehr. Lass dich davon also bitte nicht abhalten. Es fühlt sich relativ schnell ganz normal an, auf der linken Seite zu fahren!

Namibia – Unsere beiden großen Highlights

Aufgrund der Fahrproblematik war klar, dass wir keine standartmäßige Rundreise machen würden. Die vielen Kilometer auf Schotterpisten fand ich damals ziemlich abschreckend. Da wusste ich auch noch nicht, dass es in Wirklichkeit gar nicht so wild ist. Heute weiß ich wie es ist und würde mir inzwischen auch das Fahren eines Allradfahrzeugs zutrauen. Aber damals war das nicht der Fall. Also haben wir uns bei der Planung der Reise auf die für uns wesentlichen Highlights beschränkt und versucht, eine für mich machbare Variante auszutüfteln.

Etosha Nationalpark und Sossusvlei Dünen

Es war klar, dass wir unbedingt ausgiebig Tiere sehen und dafür mehrere Tage in den Etosha Nationalpark fahren wollten. Darüber gibt es hier auch einen extra Blogbeitrag mit vielen Infos, insbesondere zum Thema Tierbeobachtung. Außerdem sollte es auf jeden Fall in die Namib-Wüste zu den Sossusvlei Dünen gehen. Die roten Dünen und die Wüste sind unfassbar beeindruckend.

Die Strecke von Windhuk bis zum Etosha Nationalpark ist ca. 500 km lang und die geht es hauptsächlich geradeaus. Das war fahrtechnisch gut zu machen. In die Wüste wollte ich aber definitiv nicht selber fahren. Das stand von vorne herein fest, zumal man dafür auch ein Allradfahrzeug gebraucht hätte. Also haben wir uns für diesen Teil der Reise für einen Reisebaustein von Meier’s Weltreisen entschieden. Das war zwar nicht ganz kostengünstig, aber für uns eine gute Möglichkeit, unsere beiden Wunschziele in Namibia zu realisieren.

Komibination von Namibia mit Südafrika

Im Endeffekt haben wir unseren 11-tägigen Namibia-Aufenthalt dann noch mit Südafrika kombiniert. Dazu folgt in Kürze ein separater Beitrag. Trotz ein paar Startschwierigkeiten bei der Planung und Organisation ist unsere Reise im Endeffekt zwar eine etwas unkonventionelle Variante geworden. Für uns war es aber die perfekte Lösung.

 

Zebras Wasserloch Etosha Nationalpark Namibia
Zebras am Wasserloch im Etosha Nationalpark
Dünen im Namib-Naukluft-Nationalpark Namibia
Dünen im Namib-Naukluft-Nationalpark

So sah unsere Reiseroute in Namibia konkret aus:

  • 1. Tag Ankunft morgens in Windhuk, Übernahme des Mietwagens am Flughafen, Übernachtung im *Avani Hotel Windhuk
  • 2. Tag Fahrt zum Etosha Nationalpark Übernachtung in der *Mokuti Etosha Lodge
  • 3. Tag Etosha Nationalpark, Übernachtung Mokuti Etosha Lodge
  • 4. Tag Etosha Nationalpark, Übernachtung im Halali Camp
  • 5. Tag Etosha Nationalpark, Übernachtung im Halali Camp
  • 6. Tag Etosha Nationalpark, Übernachtung in der *Etosha Safari Lodge
  • 7. Rückfahrt nach Windhuk, Rückgabe Auto, Übernachtung im Avani Hotel Windhuk *
  • 8. Tag Abholung durch Meier’s Weltreisen (hier findest du nochmal den Link zum Reisebaustein) und Fahrt in die Namib-Wüste, Übernachtung in der *Namib Naukluft Lodge
  • 9. Tag Sossusvlei Dünen, Sesriem Canyon, Übernachtung in der Namib Naukluft Lodge
  • 10. Tag Rückfahrt nach Windhuk, Übernachtung im Avani Hotel Windhuk
  • 11. Tag Flug nach Kapstadt ›››› weiter gehts demnächst im extra Blogpost zu Südafrika
    -> * Anmerkung zum Avani Hotel Windhuk: Für die Buchung des Reisebausteins mussten wir ein Hotel aus dem Angebot von Meiers Weltreisen auswählen

Das waren unsere Kosten in Namibia

Flüge:

› München – Windhuk (Condor): 449,99 Euro pro Person
› Windhuk – Kapstadt (Air Namibia): 199,79 Euro pro Person
› Kapstadt – München (über Dubai, Emirates): 323,79 Euro pro Person

Mietwagen:

›  VW Polo inkl. unbegrenzter Kilometer und Versicherungen für 7 Tage: 274,16 Euro

Unterkünfte (Preise jeweils pro Nacht und pro Zimmer):

› Windhuk Avani Hotel (3×1 Nacht inkl. Frühstück): 100,00 Euro
› Mokuti Etosha Lodge (2 Nächte inkl. Frühstück): 148,00 Euro
› Halali Camp (2 Nächte inkl. Frühstück): 130,00 Euro
› Etosha Safari Lodge (1 Nacht inkl. Frühstück): 79,00 Euro

Reisebaustein über Meier’s Weltreisen: 500,00 Euro pro Person

› Der 3-tägige Reisebaustein enthielt dabei an Tag 1 die Abholung aus unserem Hotel in Windhuk und den Transfer zur Namib Naukluft Lodge (2 Übernachtungen inkl. Halbpension) in der Namibwüste. Am 2. Tag ging es zu den Sossulvlei Dünen (inkl. Eintritt) sowie zum Sesriem Canyon. Am 3. Tag war der Transfer zurück nach Windhuk sozusagen der letzte Programmpunkt. Natürlich ist der Preis ein bisschen happig, allerdings gab es wirklich gar nichts zu bemängeln. Der Ablauf war reibungslos. Bei den Transfers waren wir jeweils nur zu dritt, am Ausflugstag zu den Dünen ca. 8 Personen. Und auch die Unterkunft samt Verpflegung, insbesondere das erste Abendessen in der Wüste unter freiem Himmel und mit afrikanischen Tänzen und Gesang war absolut toll.

Sonstige Kosten

An sonstigen Kosten kamen natürlich noch Kosten für Essen (Abendessen war nirgends inklusive), Tanken, Souvenirs etc hinzu. In Windhuk konnte man zu einem sehr guten Preis-LeistungsVerhältnis Essen gehen. Im Etosha-Nationalpark bin ich davon ausgegangen, dass wir uns teilweise selbst versorgen oder auf Sandwiches etc. ausweichen können. Das war jedoch nicht der Fall, da es dort kaum Einkaufsmöglichkeiten gab. Also mussten wir auf das jeweilige Buffet-Angebot der Unterkunft ausweichen. Kleinigkeiten oder andere Gerichte von der Karte, abgesehen vom Buffet, gab es in den Lodges nicht. Das Essen war zwar insbesondere in der Mokuti Etosha Lodge und in der Etosha Safari Lodge wirklich gut, jedoch eben nicht gerade günstig. Wir haben pro Person jeweils zwischen 20 und 30 Euro pro Essen gezahlt. Low Budget ist hier also nur sehr eingeschränkt möglich bzw. müsste man sich vorher noch genauer über Einkaufsmöglichkeiten informieren, wenn man hier gerne sparen möchte.

Fazit zu unserem Aufenthalt in Namibia

  • Reisezeit: Wir waren im September unterwegs, also zum Ende der Trockenzeit. Dadurch gab es nur wenig Wasser und viele Tiere an den Wasserlöchern zu sehen. Empfehlenswert.
  • Definitiv auch empfehlenswert, wenn auch ein wenig kostspielig: Unterkünfte direkt im Nationalpark zu buchen. Spart viel Zeit und holprige Doppel-Fahrten 😉
  • Selber fahren: Immer wieder super. Freie Zeiteinteilung und ganz in Ruhe auch das tausendste Zebra fotographieren zu können, wenn man das möchte.
  • Aus unserer etwas unüblichen Kombination ist eine supertolle Reise geworden. Viele schöne Orte in Namibia haben wir durch unsere Reisevariante natürlich noch nicht gesehen. Dafür haben wir ausgiebig den Etosha Nationalpark erkundet und uns ausgiebig den unzähligen Tieren gewidmet. Dadurch hatten wir insgesamt aber auch weniger Stress, als bei manch anderer Reise, wo es täglich längere Etappen zu bewältigen gibt. Weniger ist mehr, nicht immer, aber immer öfter.
  • Die drei einzelnen Nächte in Windhuk waren nicht ganz so optimal. Anders wäre die Kombination mit dem Reisebaustein und dem Flug nach Kapstadt aber nicht möglich gewesen.

Namibia ist wirklich ein wunderschönes Land, in dem es noch so viele weitere Naturschönheiten zu bestaunen gibt. Da wir nur einen kleinen Teil davon gesehen haben, möchten wir auch auf jeden Fall nochmal hin. Dann könnte ich mir gut vorstellen, mit Dachzelt unterwegs zu sein. Da ist das Erlebnis in der Natur vermutlich nochmal deutlich intensiver.

Und damit du dich selber noch von der Schönheit überzeugen kannst, sind hier noch ein paar weitere Eindrücke für dich:

 

Elefanten am Wasserloch Okaukuejo Etosha Nationalpark Namibia
Elefanten am Wasserloch Okaukuejo
Wasserloch Okaukuejo Etosha Nationalpark Namibia
Wasserloch Okaukuejo
Springböcke und Zebra Etosha Nationalpark Namibia
Lässt das Herz von Tierfotographen höher schlagen
Etosha Nationalpark Namibia
Gnus im Etosha Nationalpark Namibia
Zebras Etosha Nationalpark
Zebras schützen sich vor der Sonne
Mietwagen VW Polo im Etosha Nationalpark
Unser kleiner Polo hat uns gut durch den Etosha Nationalpark gebracht
Hörnchen im Etosha Nationalpark
Hörnchen im Etosha Nationalpark
Halali Lodge Etosha Nationalpark Namibia
Unsere zweite Unterkunft: die Halali Lodge
Oryxantilopen im Namib-Naukluft-Nationalpark
Oryxantilopen im Namib-Naukluft-Nationalpark
Sossusvlei Namib-Naukluft-Nationalpark Namibia
Sossusvlei Namib-Naukluft-Nationalpark
Dead Vlei, Namib-Naukluft-Nationalpark Namibia
Dead Vlei, Namib-Naukluft-Nationalpark

 

Hier gehts zu nochmal meinem Beitrag über den Etosha Nationalpark.

Warst du selber schon mal in Namibia? Wo hat es dir am besten gefallen? Was würdest mir für die nächste Namibia-Reise empfehlen?

Ich freue mich über deinen Kommentar!

7 Gedanken zu „Namibia – Planung, Route, Kosten“

  1. Hallo Kerstin,
    Vielen Dank für diesen tollen Beitrag!
    Wir sind gerade schon auf der Suche nach Reisezielen für 2020 und Namibia klingt echt toll. Wieviel Zeit würdest du empfehlen um alles in Ruhe anschauen zu können? Reichen da zwei Wochen? Wie lange wart ihr insgesamt, Südafrika inklusive unterwegs?

    Die Bilder sind auch wirklich beeindruckend!

    Liebe Grüße

    Nora

    1. Hallo Nora,

      vielen lieben Dank für deinen lieben Kommentar!! Freut mich wirklich sehr!! Namibia ist auf jeden Fall ein tolles Ziel!! Wir waren insgesamt gute 3 Wochen unterwegs, halb Namibia, halb Südafrika sozusagen.
      Ich würde sagen es kommt ganz drauf an was ihr alles machen wollt in Namibia. Es gibt dort viel zu sehen und mit den Schotterpisten kommt man nicht ganz so schnell voran, das muss man halt bedenken. Ich denke man schafft schon einiges in 2 Wochen, wenn ihr noch ein paar Tage mehr hättet, wäre das aber sicher auch nicht schlecht 😉 Da wir uns nur auf den Etosha Park und die Namibwüste konzentriert haben, kann ich dir zu den anderen „typischen“ Zielen leider nicht viel sagen.
      Aber wenn ich dir noch irgendwie helfen kann, dann melde dich gerne!

      Ganz liebe Grüße!

      Kerstin

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