Australien, Tasmanien

Tasmanien – Zwei Wochen mit dem Camper unterwegs im Naturparadies: von Hobart nach Bruny Island (Etappe 1)

In meinem letzten Blogpost über Tasmanien und Westaustralien habe ich dir ja schon von den Planungen, unserer Route, den Kosten und unserem Fazit zur Reise berichtet. Den Link dazu findest du hier nochmal.

Ich hoffe, dass ich dir mit dem Artikel bereits Lust auf diese beiden schönen Flecken Erde am anderen Ende der Welt machen konnte.
In den einzelnen Etappenberichten erzähle ich dir nun noch ausführlicher von den einzelnen Stationen unserer Reise durch Tasmanien und was du dort so alles sehen und erleben kannst. Denn es ist so unfassbar schön dort.

Gesamtüberblick über unsere Tasmanien-Route mit dem Camper

Damit du siehst, wo in Tasmanien wir überhaupt überall waren, sind hier die einzelnen Stops aufgelistet.

02.03.18 Ankunft in Hobart
03.03.18 Hobart, Salamanca Market, Botanischer Garten
04.03.18 Übernahme des Campers und Fahrt nach Bruny Island
05.03.18 Bruny Island
06.03.18 Bruny Island bis zu den Friendly Beaches
07.03.18 Weiterfahrt zum Freycinet Nationalpark (Wineglass Bay)
08.03.18 Friendly Beaches bis zu den Bay of Fires
09.03.18 Bay of Fires bis zum Narawntapu Nationalpark
10.03.18 Narawntapu Nationalpark
11.03.18 Narawntapu Nationalpark bis Boat Habour Beach
12.03.18 Boat Habour Beach bis zum Cradle Mountain Nationalpark
13.03.18 Cradle Mountain Nationalpark
14.03.18 Cradle Mountain Nationalpark bis Triabunna
15.03.18 Maria Island Tagestour
16.03.18 Triabunna bis Bonorong Wildlife Sanctuary Hobart
17.03.18 Flug Hobart-Perth

Tasmanien-Rundreise Etappe 1:
Hobart – Bruny Island (Captain Cook Holiday Park, Adventure Bay)
Strecke: ca. 74 km zuzüglich Fährüberfahrt

Los gehts nun mit der ersten Etappe der Reise und zwar von Hobart bis nach Bruny Island.

Die Tasmanien Reise beginnt: Ankunft in Hobart

Startpunkt unserer Reise ist Hobart, Tasmaniens Hauptstadt. Hier sind wir nach 23 Stunden Anreise von München über Dubai nach Melbourne und weiter nach Hobart ziemlich geplättet angekommen. Immerhin war der tasmanische Herbst mit um die 20 Grad deutlich angenehmer als die -15 Grad in Deutschland. Nach dem Einreise-Procedere inklusive Spürhund auf dem Gepäckband (die Einfuhrbestimmungen sind in Tasmanien sehr streng!) ging es mit einem Taxi erstmal zu unserer Unterkunft.
Die Unterkunft hatten wir so ausgewählt, dass sie nicht allzuweit vom Flughafen entfernt liegt, da wir zwei Tage später wieder in die Nähe des Flughafens mussten, um unseren Camper abzuholen. Unsere Wahl fiel auf das Orana House und wir waren damit auch super zufrieden. Das Frühstück war inbegriffen und eine Küche für die Selbstversorgung gab es auch. Außerdem hatte die Unterkunft einen wunderschönen Garten und ein sehr freundliches Gastgeber-Ehepaar.

 

Orana House, Lindisfarne Hobart
Orana House, Lindisfarne, Hobart

 

Erste Erkundungstour

Trotz Müdigkeit machten wir uns nach dem Einchecken auf den Weg zu einer ersten kleinen Erkundungstour und suchten uns erstmal ein Restaurant für eine kleine Stärkung. Gleich um die Ecke sind wir auch direkt fündig geworden und im Spencers eingekehrt. Hier lernten wir gleich mal die tasmanische Freundlichkeit kennen. Und Banana Bread. Sooo gut. Anschließend ging es noch für einen kleinen Spaziergang runter zum Hafen, wo wir auch direkt die ersten tierischen Bekanntschaften machten. Recht viel mehr ging an diesem Tag dann allerdings nicht mehr ;-).

Großes Highlight in Hobart: der Salamanca Market

An unserem ersten vollen Tag in Tasmanien wollten wir Hobart erkunden. Dafür fuhren wir mit dem Bus erstmal in die Innenstadt. Wir hatten Glück, denn es war Samstag. Samstags findet in Hobart immer der berühmte Salamanca Market statt. Der Salamanca Market ist ein Straßenmarkt und die meistbesuchte Touristenattraktion Tasmaniens. Und der Markt ist wirklich der Hit. Live Musik, leckeres Essen, viele Stände mit Obst, Gemüse und handgemachten Produkten. Wir waren wirklich total begeistert und die ersten Souvenirs mussten direkt auch eingekauft werden. Eine zweite Chance gab es nicht, da der Markt eben nur am Samstag stattfindet.

Weiter nach Battery Point

Anschließend haben wir noch ein bisschen Hobart erkundet und sind ins älteste Stadtviertel nach Battery Point gelaufen. Vom Salamanca Place aus gelangt man über die 175 Jahre alten Stufen der Kelly´s Steps hinauf nach Battery Point. Oben angekommen erwarten dich hübsche Kolonialhäuser sowie einige Cafes etc. Es lässt sich hier oberhalb des Salamanca Place gut spazieren gehen. Unbedingt hierhin muss man meiner Meinung nach aber nicht. Wir hatten noch ein wenig Zeit und sind daher ein wenig durch die Gegend spaziert.

Salamanca Market Hobart
Salamanca Market Hobart

 

 

Rückweg durch den Botanischen Garten von Hobart

Das mit dem Rückweg hatten wir dann allerdings nicht so drauf. Wir dachten, wir machen noch einen kleinen Spaziergang durch den Botanischen Garten von Hobart, die Royal Tasmanian Botanical Gardens. Das ist dann aber ein sehr langer Spaziergang geworden, da wir ewig keine Bushaltestelle mehr gefunden haben und die einzige Haltestelle kein gescheites Schild mit den Bus-Fahrzeiten hatte. Da wir nicht stundenlang warten wollten, sind wir zu Fuß über die riesige Tasman Bridge zurück zu unserer Unterkunft gelaufen und ich dachte wirklich, wir kommen nie mehr an. Ich würde daher empfehlen, lieber mit dem Auto zum Botanischen Garten zu fahren, oder sich vorher ausreichend über die Rückfahrmöglichkeiten mit dem Bus zu erkundigen. Bewegung hatten wir an diesem Tag auf jeden Fall genug 😉

 

Brücke Hobart Tasmanien
Laaaanger Rückweg über die Tasman Bridge zu unserer Unterkunft

Die Abholung des Campers

Am nächsten Tag ging es dann direkt in Richtung Flughafen bzw. zur Vermietstation von Britz. Für die Fahrt bestellten wir uns per App ein Uber, das etwas günstiger war als das Taxi und das Ganze funktionierte reibungslos. Einziges “Problem” daran: man braucht eine Wlan- bzw. eine Internetverbindung. Da wir das Uber von der Unterkunft aus bestellt haben, hat das mit dem Wlan aber gut geklappt. Die Übernahme unseres HiTop Campers ging dann auch relativ zügig und schneller als gedacht befanden wir uns mitten im Linksverkehr von Hobart.
Unser erstes Zwischenziel war ein großer Coles Supermarkt im Stadtteil Rosny Park, da wir uns für die ersten Tage im Camper erstmal gut ausstatten wollten. Da es in Hobart aber mehrere größere Supermärkte gibt, war das kein Problem.

 

Erstes Ziel unseres Roadtrips: Bruny Island

Als erste Station unseres Roadtrips hatten wir uns Bruny Island ausgesucht. Bruny Island ist eine kleine Insel vor Tasmanien, südöstlich von Hobart gelegen. Übersetzen kann man von dem Örtchen Kettering aus. Von hier fährt stündlich eine kleine Fähre nach Bruny Island. Bei der Überfahrt kannst du einfach im Auto sitzen bleiben. Reservieren brauchst du nicht, am besten fährst du einfach hin und wartest auf die nächste Fähre.

 

Fähre Bruny Island Tasmanien Australien
Auf der Fähre nach Bruny Island

 

Auf Bruny Island gibt es übrigens eine tolle tierische Besonderheit, nämlich Albino Wallabys, also weiße Wallabys. Auf die sind wir besonders gespannt. Da es inzwischen schon später Nachmittag geworden ist, steuern wir direkt den Campingplatz Captain Cook Holiday Park an der Adventure Bay an und suchen für unseren Britzi einen schönen Stellplatz. Vom Campingplatz aus ist man in ca. zwei Minuten am Strand. Besser geht’s nicht. Wir machen noch einen kleinen Spaziergang am menschenleeren Strand und beobachten die ersten Austernfischer auf der Suche nach ihrem Abendessen, bevor wir uns selber noch was kochen.

 

Tasmanien Bruny Island Austernfischer
Austernfischer

Adventure Bay Bruny Island Tasmanien
Adventure Bay Bruny Island

Wunderschöne (ungeplante) Wanderung: der Fluted Cape Walk

Am nächsten Tag machen wir uns (noch unwissend, wo sie überhaupt leben) auf die Suche nach den Albino Wallabys. Allerdings lassen sie uns noch ein wenig zappeln. Dafür wartet eine schöne Wanderung auf uns, die wir eigentlich gar nicht geplant hatten: der Fluted Cape Walk. Eigentlich wollten wir nur den ersten Teil bis zum Grass Point laufen und nicht die ganze Runde, aber die Hoffnung auf die Wallabys trieb uns irgendwie immer weiter an. Der Fluted Cape Walk ist eine von 60 Great Short Walks auf Tasmanien, bei der sich spektakuläre Ausblicke bieten. Die Wanderung dauert ca. 2,5 Stunden und ist 5,4 km lang. Hab ich eigentlich schon erwähnt, dass wir keiner Menschenseele begegnet sind? Na gut, ich glaube ein Pärchen haben wir getroffen in den zwei bis drei Stunden, die wir unterwegs waren ;-).

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Sonnenaufgang Adventure Bay

Ente Bruny Island Tasmanien

Hindernis: Schotterpisten

Nach einem wunderschönen Sonnenaufgang am Morgen und Enten-Besuch beim Frühstück, wollten wir Adventure Bay wieder verlassen, um noch etwas mehr zu sehen von Bruny Island. Allerdings gibt es im Süden der Insel und zum Großteil auch im Norden nur Schotterpisten, die wir mit unserem Britzi leider nicht befahren dürfen. Ein bisschen enttäuscht fahren wir wieder zurück und buchen kurzfristig eine weitere Nacht auf dem Adventure Bay Campground. Aufgrund der Wanderung ist es inzwischen schon etwas zu spät geworden für eine längere Weiterfahrt inklusive Fährüberfahrt zurück aufs Festland ist es.

Auf der Suche nach den weißen Wallabys

Da wir jetzt noch eine weitere Nacht auf Bruny Island verbringen, müssen jetzt aber wenigstens noch die weißen Wallabys gefunden werden. Also erkundigen wir uns nochmal bei unserem Campground Host und bekommen doch tatsächlich die konkrete Stelle erklärt, wo wir die netten Tierchen finden. In der Dämmerungszeit sind die Chancen auf Tiersichtungen immer am besten. Das gilt generell für ganz Tasmanien. Nach dem Abendessen, so gegen 18.30 Uhr brechen wir nochmal auf und machen uns auf die Suche. Als wir dann tatsächlich die niedlichen weißen Wallabys sehen, freuen wir uns wie kleine Kinder. Auch “normale” Wallabys gibt es zu sehen. Und auch die sind extrem putzig. Das Zeitfenster bis es dunkel wird, vergeht dann natürlich wie im Flug und wir freuen uns letztendlich doch, dass wir zu der zusätzlichen Nacht “gezwungen” waren. Sonst hätten wir die Wallabys verpasst. Das wäre wirklich zu schade gewesen.

White Wallabys Bruny Island Tasmanien
White Wallaby auf Bruny Island, Tasmanien
Weißes Wallaby auf Bruny Island Tasmanien
Weißes und braunes Wallaby auf Bruny Island Tasmanien

 

So kommst du zu den weißen Wallabys

Sicherlich möchtest du nun auch gerne wissen, wie die du die weißen Wallabys findest oder? Damit du nicht lange suchen musst, beschreibe ich dir hier den Weg zu der Stelle, wo du mit ziemlicher Sicherheit die Albino Wallabys finden wirst. Außer natürlich, sie sind inzwischen umgezogen, aber das will ich jetzt mal nicht hoffen.

Wenn man auf Bruny Island von Norden kommt und im Ort Adventure Bay am Campground Captain Cook Holiday Park vorbei fährt (der Campingplatz befindet sich rechter Hand), kommst du kurz nach dem Platz über eine kleine Brücke und biegst direkt danach rechts ab. Danach geht es ein paar hundert Meter auf der Straße weiter und dann befindet sich rechts eine größere eingezäunte Wiese. Auf dieser Wiese und teilweise auch auf der Staße haben wir dann die weißen und auch braune Wallabys gefunden.

 

Wallabys Bruny Island Tasmanien
Auch braune Wallabys gibts hier. Süß oder?
Wallabys Bruny Island Tasmanien
Wallabys auf Bruny Island, Tasmanien

Am nächsten Morgen verabschieden wir uns dann von Bruny Island und machen uns auf den Weg zurück aufs Festland. Nicht aber, ohne noch am wunderschönen Aussichtspunkt “The neck” anzuhalten. Dieser Aussichtspunkt befindet sich auf der Landenge, die die beiden Inselhälften North Bruny Island und South Bruny Island miteinander verbindet. Es geht eine lange Holztreppe nach oben und von dort hast du einen wunderschönen Blick in zwei Richtungen aufs Meer.

The neck Aussichtspunkt Bruny Island Tasmanien
The neck Aussichtspunkt Bruny Island Tasmanien
The neck Aussichtspunkt Bruny Island Tasmanien
The neck Aussichtspunkt Bruny Island Tasmanien

Insgesamt habe ich zwar das Gefühl, viel zu wenig von Bruny Island gesehen zu haben, aber durch die vielen Schotterpisten war das leider nicht anders möglich. Aber Tasmanien hat ja noch einiges mehr zu bieten. Das nächste Ziel unserer Fahrt sind die Friendly Beaches als günstig gelegener Ausgangspunkt für die Wineglass Bay im Freycinet Nationalpark.

Dazu gibts dann in Kürze mehr im nächsten Blogpost 🙂

 

 

 

2 Gedanken zu „Tasmanien – Zwei Wochen mit dem Camper unterwegs im Naturparadies: von Hobart nach Bruny Island (Etappe 1)“

  1. Liebe Kerstin! Gerade habe ich mir deinen schönen ersten Tasmanien-Bericht durchgelesen… und freu mich jetzt schon auf den nächsten! Tasmanien war irgendwie nie so auf meiner Agenda, aber du hast mir die Insel definitiv schmackhaft gemacht! Bruny Island sieht toll aus und die weißen Wallabys sind so, so niedlich! 🙂
    Liebe Grüße aus Wien,
    Johanna

    1. Liebe Johanna!
      Vielen lieben Dank für deinen lieben Kommentar! Ich freue mich riesig, dass Dir der Artikel gefallen hat und ich Dir Lust auf Tasmanien machen konnte. Es lohnt sich wirklich sehr!
      Melde dich gerne wenn du noch was wissen möchtest. Ich bemühe mich, die nächsten Artikel bald fertig zu kriegen ☺️
      Ganz liebe Grüße zurück,
      Kerstin

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